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Land Rover Freelander

Frisch geliftet auf die Jagd

31. Januar 2004, 13:56

Neben dem luxuriösen Range Rover, dem beinharten Defender und dem Discovery bietet Land Rover mit dem überarbeiteten Freelander ein günstiges Einstiegsmodell in die Offroad-Klasse.

Ein neues Gesicht und 70 Prozent mehr Licht für den Freelander.
Ein neues Gesicht und 70 Prozent mehr Licht für den Freelander.
Der kleinste Land Rover soll jenen Boulevard-Geländewagen das Leben schwer machen, die zwar aussehen wie Offroader, aber auf Pw-Plattformen daherkommen. Dem setzt der Freelander ein Fahrwerk entgegen, das deutlich robuster ausgelegt ist, ohne aber auf Fahrkomfort auf Asphaltstrassen zu verzichten.

Der überarbeitete Freelander zeigt vor allem ausgeprägt familiäre Züge, die schon der grosse Range Rover vorgelegt hat: Die Scheinwerfer drängen sich ineinander geschachtelt hinter Plexiglas und bringen 70 Prozent stärkeres Licht. Frontstossfänger und Kühlergrill folgen den Proportionen der Discovery-Front und wirken jetzt wuchtiger. Die Rückleuchten wurden hochgesetzt und sind so besser geschützt.

Auf dem Hochsitz

Die umfassendsten Änderungen erfuhr das Interieur, das komplett umgestaltet und aufgewertet wurde. Doch ein gross gewachsener Lenker hat immer noch Mühe, die Anzeigen der Instrumente abzulesen: Der Fahrersitz lässt sich nicht tiefer stellen, das Lenkrad nur in der Höhe verstellen. Das Cockpit mit Baugruppen auf verschiedenen Ebenen wirkt unübersichtlich, auch wenn die Verkleidungen im Aluminium-Look gegenüber dem Vorgängermodell ein moderneres Ambiente bieten.

Einmal unterwegs, gibt es am Freelander aber wenig auszusetzen. Der Fahrkomfort ist angemessen, und der permanente Allradantrieb sorgt für einen stabilen Geradeauslauf, auch auf asphaltierten Strassen. Erstmals angeboten wird neu eine tiefer gelegte Sport-Version mit strafferem Fahrwerk, kürzeren Federwegen und wuchtigen 18-Zoll-Felgen. Die elektronisch gesteuerten Systeme des Freelander kontrollieren Traktion, Bergabfahrten (Hill Descend Control) und verteilen die Bremskräfte selektiv.

Tiefer gelegte Preise

Drei Modelle mit identischen Radständen und Motoren stehen zur Auswahl: Ein Fünftürer sowie zwei Dreitürer, mit geschlossener Kabine oder Stoffdach. Als Benziner kommt in der Schweiz nur die Topmotorisierung mit dem 177 PS starken 2,5-l-V6-Motor und Automatikgetriebe zum Einsatz; der 1,8-Liter-Vierzylinder wird in der Schweiz nicht mehr angeboten. Am besten zum Charakter des Freelander passt das 112 PS starke 2,0-l-Vierzylinder-Common-Rail-Dieselaggregat (von BMW). Es ist laufruhig, schon bei unter 1800 Touren durchzugsstark und - vor allem mit Handschaltung - wirtschaftlich zugleich.

Was die Jagd des Freelander auf die Konkurrenz deutlich erleichtern wird, ist die mit dem Facelift gleichzeitig vollzogene deutliche Senkung der Preise über die ganze Modellpalette. Bei der fünftürigen Top-Version 2.5 HSE macht die «Anpassung an das europäische Umfeld» (so Land Rover Schweiz) mehr als 10 Prozent aus; sie ist jetzt für unter 50'000 Franken erhältlich. (tap)

Steckbrief
Marke/Modell: Land Rover Freelander, Offroader mit 3/5 Türen und 5 Plätzen.
Motoren/Leistung: Benzin 2.5 V6 mit 177 PS und 240 Nm bei 4000 U/min. / Diesel 2.0 Td4 mit 109 (112) PS und 260 Nm bei 1750 U/min.
Antrieb: Allradantrieb, 5-Gang-Automatik (Diesel auch mit 5-Gang-Schaltgetriebe)
Fahrleistungen: Beschleunigung 0-100 km/h in 11,1 / 15,3 (15,4) Sek., Spitze 182 / 156 (159) km/h
Umweltdaten: Verbrauch 12,4 / 8,6 (7,6) l/100km, CO2-Ausstoss 298 / 240 (205) g/km, Energie-Effizienz-Kategorie G / D (B)
Abmessungen: Länge/Breite/Höhe 4449/1809/1828 mm
Sicherheit (Auszug): Frontairbags, ABS, Traktions- und Hang-Kontrolle, Wegfahrsperre.
Komfort (Auszug): Lenkrad höhenverstellbar, Klimaanlage.
Preise: ab 43'700 / 36'760 (33'700) Franken
Internet: www.landrover.ch

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