Dramatische Hungersnot in Afrika

20. April 2006, 07:30

In Ostafrika leiden mindestens elf Millionen Menschen an Hunger. Hilfeleistungen seien in grossem Umfang notwendig, sagt Oxfam International.

Mindestens elf Millionen Menschen in Ostafrika leiden an den Folgen einer Dürre.
Mindestens elf Millionen Menschen in Ostafrika leiden an den Folgen einer Dürre.
Die Hilfsorganisation Oxfam International hat den grössten Hilfsaufruf ihrer Geschichte an die britische Öffentlichkeit gerichtet: Um Millionen Menschen im Osten Afrikas aus einer Hungersnot retten zu können, seien 45 Millionen Franken nötig.

Wie die Organisation in der kenianischen Hauptstadt Nairobi erklärte, bekomme diese Krise weniger Aufmerksamkeit als die Flutwellenkatastrophe im Indischen Ozean im Jahr 2004. Diese Krise sei aber so ernst, dass Hilfen im grossen Stil nötig seien. Es sei das erste Mal seit dem 60-jährigen Bestehen von Oxfam, dass die Organisation einen derart grossen Hilfsaufruf starte, erklärte Oxfam-Direktorin Barbara Stocking.

Von der Hungersnot sind mindestens elf Millionen Menschen in Ostafrika betroffen. Neben Kenia leiden die Menschen auch in Äthiopien, Eritrea, Somalia und Dschibuti sowie in Tansania und Burundi Not. Zur Dürre kamen unlängst heftige Regenfälle dazu, die den ausgetrockneten Boden überschwemmten. Tausende Menschen mussten vor dem Hochwasser fliehen, Hilfsgüter konnten nicht mehr überall ausgeteilt werden.

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