Anschlag auf schiitische Moschee
23. Mai 2006, 21:00Bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Bagdad sind mindestens elf Menschen getötet und neun verletzt worden.
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Seit einem Bombenanschlag auf die Goldene Moschee in Samarra Ende Februar hat die Gewalt zwischen den moslemischen Gruppen im Irak stark zugenommen. Die dominierenden Schiiten vermuteten radikale Anhänger der sunnitischen Minderheit hinter dem Angriff auf ihr Heiligtum und reagierten mit Racheakten.
Der Irak befindet sich an der Schwelle zum Bürgerkrieg. Die neue irakische Regierung um Ministerpräsident Nuri al-Maliki, die seit wenigen Tagen im Amt ist, will die Gewalt stoppen. Neben einem überwiegend von Sunniten getragenen Aufstand gegen die US-geführten Besatzungstruppen wird der Irak auch von Gewalt zwischen den Volks- und Religionsgruppen erschüttert.
Opfer vorwiegend Schiiten
Heute kam es im ganzen Land auch zu weiteren Anschlägen. Insgesamt kamen dabei mindestens 23 Menschen ums Leben, nach Polizeiangaben überwiegend Schiiten.Bei der Explosion von zwei separaten Autobomben im Osten und im Norden von Bagdad kamen insgesamt zehn Iraker ums Leben, darunter zwei Polizisten, wie die Behörden mitteilten. Mindestens 24 weitere Menschen wurden verletzt. In Mossul im Norden des Landes schossen Bewaffnete auf Schmiede, die in einem Kleinbus zur Arbeit fuhren, und töteten vier von ihnen. Bei einem ähnlichen Überfall unweit von Bakuba nordöstlich der Hauptstadt wurden drei Arbeiter getötet und sieben weitere verletzt.
Wenige Stunden später wurden in Bakuba drei irakische Passanten aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. In der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk wurde ein Lehrer getötet, der einer kurdischen Organisation angehörte. In Bagdad fielen ein Zigarettenverkäufer und ein Textilarbeiter Mordanschlägen zum Opfer.


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