Ausland

China setzt wieder aufs Velo

15. Juni 2006, 08:50

Im Kampf gegen Smog und Staus will die chinesische Regierung die Städte wieder zu «Fahrrad-Königreichen» machen.

Das Wachstum bringt auch Verkehrsprobleme mit sich.
Das Wachstum bringt auch Verkehrsprobleme mit sich.
In China müssen alle Städte die dem Ausbau von Strassen geopferten Radwege wiederherstellen. Dies verlangt laut der amtlichen chinesische Nachrichtenagentur Xinhua der stellvertretende Bauminister Qiu Baoxing. Qiu habe auf einer Konferenz zur Stadtplanung gesagt, dass es Ende der 80er Jahre noch 500 Millionen Fahrräder in China gegeben habe.

Wegen des Autobooms in den vergangenen Jahren sei die Zahl der Radfahrer drastisch zurückgegangen. Inzwischen gebe es erhebliche Umweltprobleme, weil sich die Zahl der Fahrzeuge seit 1978 verzwanzigfacht habe. 2004 habe es 27 Millionen Motorfahrzeuge in China gegeben, in 15 Jahren würde es 130 Millionen sein, sagte er. Die Regierung hat Umweltschutz und -politik kürzlich zu einem Schwerpunkt gemacht. So wurden am Dienstag alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes angewiesen, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen.

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