Ban Ki-moon appelliert an den Iran

22. Februar 2007, 17:08

Wenige Stunden vor der Übermittlung des mit Spannung erwarteten Iran-Berichts der Wiener Atombehörde IAEA an den Uno-Sicherheitsrat zeigte sich Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon über die iranische Haltung im Atomstreit «tief besorgt».

Vorsichtig optimistisch: Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon (Archivbild).
Vorsichtig optimistisch: Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon (Archivbild).
Ban Ki-moon forderte Teheran erneut auf, die Forderung des Uno-Sicherheitsrats nach Aussetzung der umstrittenen Urananreicherung zu erfüllen. «Ich fordere die iranische Regierung auf, den Forderungen des Sicherheitsrats voll nachzukommen und mit der internationalen Gemeinschaft in Verhandlungen einzutreten, damit wir die Sache friedlich lösen können», sagte der Uno-Generalsekretär in Wien.
Rice: «Keine Konfrontation»
US-Aussenministerin Condoleezza Rice sagte allerdings, Washington wolle keine Konfrontation mit dem Iran. Die USA seien zur Aufnahme direkter Gespräche mit der Führung in Teheran bereit, sobald der Iran die Urananreicherung beendet habe.

Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, man habe in der Iran-Frage eine «enge Abstimmung» mit Rice und dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana vereinbart.

Erste Zentrifugen installiert
Die Studie an den Uno-Sicherheitsrat dürfte darlegen, dass die Regierung in Teheran mit der Installierung der ersten von 3000 geplanten Zentrifugen im Kraftwerk Natanz begonnen hat. Damit würde der Iran an der Basis für eine Uran-Anreicherung auf industrieller Ebene arbeiten.

Dem Land drohen in diesem Fall eine Verlängerung der bereits verhängten Sanktionen oder neue Strafmassnahmen. Der Sicherheitsrat hatte nach dem Verstreichen eines ersten Ultimatums am 23. Dezember eine 60-Tage-Frist für den Stopp der Uran-Anreicherung beschlossen.

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