WWF spricht von starkem Bericht
06. April 2007, 13:28Der zweite Teil des aktuellen Uno-Klimareports ist unter Dach und Fach. Nach WWF-Angaben bietet er einen «verheerenden» Ausblick für die Erde. An der Medienkonferenz sprach Martin Hiller, WWF-Experte für Klima, von einem starken Bericht.
Der Report zeige, dass die Folgen des Klimawandels «hier und jetzt» zu sehen seien und sich weiter verschlimmern werden, falls der Mensch nicht gegensteuere. «Ignoranz ist keine Option», erklärte der WWF in Brüssel. 100 Millionen Menschen in Küstenstreifen, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel lebten, liefen Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren. Die globale Erwärmung werden in China und Indien durch Missernten zu Hunger führen. Doch auch in den Alpen wird der Klimawandel konkrete Folgen haben. Der Bericht rechnet mit einem massiven Rückgang der Gletscher und weniger Schnee im Winter. Insgesamt dürften die Alpen und damit auch die Schweiz eine Region sein, die von Hitzewellen und Dürren am stärksten betroffen sein werden.«Man kann den Fakten nicht entkommen: Die globale Erwärmung wird Hunger, Überschwemmungen und Wassermangel bringen. Arme Länder, die am wenigsten Verantwortung dafür tragen, werden am meisten leiden», erklärte der Direktor des WWF-Klimaprogramms, Hans Verolme. Nichts zu tun hätte desaströse Konsequenzen, ergänzte er. Die industrialisierten Länder müssten ihre Verantwortung akzeptieren und mit der Lösung des Problems beginnen. Die Experten des Uno-Klimarates hätten klar gemacht, dass der Klimawandel unvermeidlich ist. Aber noch gebe es Zeit, um sich gegen die schlimmsten Folgen zu schützen.
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