Mordanklage im Fall Litwinenko
22. Mai 2007, 15:11Der frühere KGB-Agent Andrej Lugowoi wird in Grossbritannien des Mordes am früheren russischen Geheimdienstmitarbeiter Alexander Litwinenko angeklagt. Russland weigert sich jedoch Lugowoi auszuliefern.
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Russland will aber den von Grossbritannien wegen Mordes beschuldigten Ex-Agenten Andrej Lugowoi nicht ausliefern. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Inferfax unter Berufung auf eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Sprecherin führte weiter aus, dass russische Staatsbürger aus Gesetzesgründen nicht ausgeliefert werden dürfen.
Die britische Aussenministerin Margaret Beckett bestellte unterdessen den russischen Botschafter ein.
Versucht der Kreml, etwas zu verbergen?
Der im britischen Exil lebende Milliardär und Kreml-Kritiker Boris Beresowski äusserte die Überzeugung, dass die Vorwürfe gegen Lugowoi eine Spur in den Kreml wiesen. Litwinenkos Witwe Marina dankte den britischen Behörden für ihre Bemühungen.Lugowoi und der Geschäftsmann Dimitri Kowtun hatten Litwinenko am 1. November 2006 in einem Londoner Hotel getroffen. Dieser erkrankte am selben Tag und starb drei Wochen später an einer Vergiftung mit der radioaktiven Substanz Polonium 210. Auf dem Sterbebett machte Litwinenko den russischen Präsidenten Wladimir Putin verantwortlich. Die Regierung in Moskau hat dies scharf zurückgewiesen.


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