Rüstungsausgaben auf Rekordhöhe

11. Juni 2007, 17:55

Der von den USA ausgerufene «Krieg gegen den Terror» hat die weltweiten Ausgaben für Waffen auf einen neuen Rekord getrieben. 2006 wurden 1,5 Billionen Franken für militärische Zwecke ausgegeben.

Die Rüstungsausgaben sind wieder gestiegen (im Bild eine F/A 18 der Schweizer Luftwaffe).
Die Rüstungsausgaben sind wieder gestiegen (im Bild eine F/A 18 der Schweizer Luftwaffe).
Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri heute mitteilte, waren dies 3,5 Prozent mehr als 2005. In den letzten zehn Jahren waren die Rüstungsausgaben weltweit um 37 Prozent gestiegen.

Die USA gaben im letzten Jahr umgerechnet 655 Milliarden Franken für militärische Zwecke aus und standen damit allein für 42 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben.

China ist weltgrösster Waffenimporteur
Bei der Steigerung gegenüber 2005 betrug der US-Anteil sogar 62 Prozent. China überholte mit 61,3 Milliarden Franken erstmals Japan als das Land mit dem höchsten Militäretat Asiens.

Beim internationalen Waffenhandel ermittelte Sipri in seinem neuen Jahrbuch über Rüstung und Abrüstung einen Anstieg um 50 Prozent seit 2002. Die beiden mit Abstand grössten Exporteure waren dabei erneut die USA und Russland. Die wichtigsten Abnehmer von Waffen waren 2006 China und Indien. Sie versorgten sich vor allem aus Russland. Die EU- Länder zusammen standen für 30 Prozent aller Rüstungsanteile und hatten damit einen ähnlich grossen Marktanteil wie jeweils die USA und Russland.

Die fünf grössten Rüstungsetats der Welt

                   Ausgaben (in Mia. Fr.)    Anteil am Weltmarkt

USA                   655,1                         46%

Grossbritannien        73,3                          5%

Frankreich             65,8                          5%

China (geschätzt)      61,3                          4%

Japan                  54,1                          4%

Quelle: Sipri, Yearbook 2007
Die zehn grössten Waffenexporteure


                 Export (in Mia. Fr.)

 1. USA                 39,7
 2. Russland            38,1
 3. Deutschland         11,4
 4. Frankreich          10,1
 5. Grossbritannien      5,6
 6. Niederlande          4,0
 7. Italien              3,2
 8. China                2,6
 9. Schweden             2,5
10. Israel               2,1

Quelle: Sipri, Yearbook 2007

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