Tödliche Hitze in Südosteuropa
20. Juli 2007, 17:48In Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Österreich leiden die Menschen zurzeit an der grossen Hitze. Temperaturen von über 40 Grad Celsius forderten bisher mindestens sieben Todesopfer.
Im Süden und Südwesten Rumäniens wurden in 15 Ortschaften 40 Grad Celsius im Schatten gemessen. Gestern seien in Rumänien zwei Menschen wegen der Hitze gestorben, teilte das Gesundheitsministerium heute nach einer Krisensitzung der Regierung in Bukarest mit. Meteorologen warnten, über das Wochenende könne es bis zu 42 Grad heiss werden.Die Regierung reagiert nun auf die Hitze: In 32 von 41 Landeskreisen sowie in Bukarest herrscht Hitzealarm. Um die Strassen zu schonen wurde tagsüber landesweit ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen angeordnet. Im Bahnverkehr gibt es Geschwindigkeitsbegrenzungen, weil sich die Gleise bei den hohen Temperaturen verformen könnten. In Bukarest sollen alle Freibäder rund um die Uhr geöffnet bleiben, auch Brunnen werden nicht mehr abgeschaltet.
Hitze gefährlich für Obdachlose und alte Menschen
Auch in Kroatien, Bulgarien und Österreich gab es Hitzetote. In Graz starben gestern ein 56-jähriger Obdachloser und eine 80 Jahre alte Frau, wie das Rote Kreuz heute mitteilte.Im 30 Kilometer entfernten Knittelfeld starb ein 83-Jähriger an einem Herzinfarkt, der laut den Rettungsdiensten auf die extreme Hitze in seiner Wohnung zurückzuführen war. Die hohen Temperaturen lösten in Niederösterreich Strohbrände aus, weil die Mähdrescher heiss liefen.
In Dulowo im Nordosten Bulgariens starb nach Angaben des dortigen Spitals ein Obdachloser an den Folgen der Hitze von bis zu 40 Grad. Einem Hitzschlag erlag ein 71-jähriger Bauer in der Region Smoljan im Südosten. Im Süden wurde in drei Städten wegen starker Waldbrände der Notstand erklärt.
Beamte müssen weniger arbeiten
In den Städten Plowdiw im Süden und Silistra im Norden Bulgariens wurden die Arbeitszeiten für Beamte reduziert, um die heissesten Stunden des Tages zu meiden. Verwaltungsgebäude mit Klimaanlagen wurden für Menschen geöffnet, die Abkühlung suchen.In Kroatien brach gemäss heutigen Medienberichten eine 56-jährige Frau im Zentrum der Hauptstadt Zagreb zusammen. In der Hafenstadt Rijeka an der Adria wurden gestern 40 Grad gemessen.


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