Peking gegen verbindliche Emissionsziele

08. Dezember 2007, 09:14

China hat auf der Uno-Klimakonferenz in Indonesien eine Festlegung auf verbindliche Emissionsziele als unfair für die Entwicklungsländer bezeichnet.

Die chinesische Delegation auf Bali erklärte, China produziere pro Kopf nur ein Sechstel der Treibhausgase, die von den Vereinigten Staaten in die Atmosphäre abgegeben würden. Ausserdem verschmutze China die Luft erst seit wenigen Jahrzehnten, während der Westen dies seit hunderten Jahren tue.

China befinde sich im Prozess der Industrialisierung, sagte Su Wei, Mitglied der chinesischen Delegation. Wirtschaftliches Wachstum sei notwendig, um die Grundbedürfnisse der Menschen zu befriedigen und die Armut zu bekämpfen. In den Vereinigten Staaten dagegen sei es deutlich einfach, den Lebensstil und den Konsum zu verändern, um zum Klimaschutz beizutragen.

Appell zum Schutz von Tropenwäldern

Zum offiziellen Waldtag bei der Uno-Klimakonferenz auf Bali hat der indonesische Forstminister internationale Anerkennung für den Schutz der Tropenwälder gefordert. «Wir erwarten eine internationale Vereinbarung, die über Marktmechanismen Anreize für nachhaltiges Waldmanagement schafft», sagte Malam Sambat Kaban heute in Nusa Dua.

Indonesien drängt mit anderen Tropenwaldländern darauf, dass der Erhalt der Wälder finanziell entlohnt wird. Die Abholzung der Wälder trägt 20 Prozent zu den jährlichen Treibhausgasemissionen bei.

Diskutiert wird auf Bali, ob Tropenwaldländer, die ihren Wald nachweislich schützen, einen Ausgleich über Emissionszertifikate erhalten könnten. Zertifikate über verhinderte Emissionen könnten von Treibhausgasproduzenten gekauft werden, die ihren Ausstoss verringern müssen.

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