Klima-Demonstrationen in über 50 Städten
08. Dezember 2007, 16:43Von London über Bali bis nach Manila riefen Umweltaktivisten vor dem Hintergrund der derzeitigen Uno-Weltklimakonferenz zu raschem Handeln auf.
In der Hauptstadt der Philippinen, Manila, demonstrierten Hunderte in bunten Kostümen. Viele trugen kleine Windmühlen mit sich, als Werbung für erneuerbare Energien. Greenpeace-Aktivisten hatten sich farbenfrohe Stoffsonnen auf den Kopf gesetzt. «Nein zum Kohlendioxid», hiess es auf Transparenten von rund 1500 Demonstranten in Taipei, der Hauptstadt Taiwans. Vor dem Konferenzzentrum auf Bali demonstrierten mehrere hundert Menschen, genauso wie in Auckland, auf der Nordinsel Neuseelands.
In London protestierten Aktivisten bei einer Fahrrad-Demonstration gezielt gegen den US-Präsidenten George W. Bush, der sich bislang weigerte, den internationalen Bemühungen zum Klimaschutz beizutreten. «Bush ist immer noch das grösste Hindernis», erklärte die britische Kampagne gegen den Klimawandel. «Wir werden nicht zusehen und Bush - oder jemand anderem - erlauben, die weltweiten Bemühungen, Milliarden Leben vor der Klimakatastrophe zu retten, zunichte zu machen», hiess es. Zum Abschluss ihres Protests wollten die Demonstranten mit ihren Fahrrädern vor die US-Botschaft fahren.
Marsch zum Brandenburger Tor
In Deutschland gingen rund 10'000 Menschen auf die Strasse. Allein in Berlin beteiligten sich etwa 5000 Menschen an einem Marsch zum Brandenburger Tor. Auch in weiteren Städten, darunter München, Freiburg, Mainz, Hannover, Nürnberg und Saarbrücken, gingen hunderte Menschen auf die Strasse. Zu den Demonstrationen aufgerufen hatte die Klima-Allianz, der mehr als 80 deutsche Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklung, Verbraucher und Kirche angehören. Eine der grössten Aktionen fand in Neurath bei Düsseldorf statt, wo nach Angaben der Klimaallianz Nordrhein-Westfalen etwa 3000 Menschen gegen den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks protestierten.




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