Vermutlich über 130 Tote auf Java
27. Dezember 2007, 09:02Die schweren Erdrutsche auf Java haben laut Behörden wohl mehr als 130 Menschen das Leben gekostet. Dennoch kümmert sich die Regierung nicht um Wiederaufforstung.
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Im Zentrum der Insel begruben die Schlammassen Häuser unter sich und blockierten wichtige Zufahrtsstrassen. Im Osten Javas spülten die ansteigenden Fluten eine Brücke weg. Dort werden mindestens 50 Menschen vermisst. «Dies ist immer noch eine Schätzung», sagte ein Polizeivertreter aus dem Bezirk Madiun.
Viele Menschen hätten die Brücke nach Zeugenangaben zu dem Unglückszeitpunkt überquert, fügte er an. Die Brücke war nach Angaben der indonesischen Zeitung «Kompas» 50 Meter lang und stammte aus der niederländischen Kolonialzeit.
Viele Vermisste
Hunderte Rettungskräfte suchten im Zentrum und im Osten Javas in den betroffenen Gebieten nach Überlebenden und Leichen. Wegen der verschütteten Strassen und anhaltenden Regenfällen kamen die Rettungskräfte jedoch nur langsam voran. In dem am schlimmsten betroffenen Bezirk Karanganyar fanden die Helfer 38 Leichen. 28 Menschen werden dort noch vermisst, wie das örtliche Katastrophenmanagement mitteilte.
Im südlichen Bezirk Wonigiri wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes vier Leichen geborgen, 13 Menschen gelten noch als vermisst. Laut einem Polizeisprecher war die Erde in der Nacht zum Mittwoch nach schweren Regenstürmen völlig aufgeweicht und an mehreren Stellen ins Rutschen geraten.
In Indonesien nimmt seit einigen Jahren die Zahl der tödlichen Erdrutsche stetig zu. Umweltschützer machen das wilde Abholzen der Wälder dafür verantwortlich. Ihren Angaben zufolge kümmert sich niemand um eine Wiederaufforstung der kahl geschlagenen Gebiete.

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