Die Jagd nach Walen geht weiter
18. Januar 2008, 07:05Nach einer zweitägigen Zwangspause der japanischen Walfangflotte wollen die Harpunenboote ihre Jagd auf die Meeressäuger vor der Küste der Antarktis fortsetzen.
Die Unterbrechung wurde von zwei Aktivisten der Tierschutzorganisation Sea Shepherd erzwungen, die mit einem Schlauchboot an Bord eines japanischen Schiffs vordrangen und festgenommen wurden. Der 28-jährige Australier Benjamin Potts und der 35-jährige Brite Giles Lane wurden am Morgen vom australischen Zollschiff «Oceanic Viking» aufgenommen und danach an Bord des Sea-Shepherd-Schiffs «Steve Irwin» gebracht.
Die australische Vermittlung war erforderlich geworden, weil der Kapitän der «Steve Irwin», Sea-Shepherd-Gründer Paul Watson, alle Bedingungen der Japaner für die Übergabe abgelehnt hatte.
Bis zu 1000 Tiere jagen
Ein Sprecher des japanischen Walfangprogramms teilte anschliessend mit, die Jagd werde nun wieder aufgenommen. Die Besatzung will bis zu 1000 Wale töten – mit der offiziellen Begründung eines wissenschaftlichen Forschungsprogramms.
Watson kündigte an, die Aktivitäten der Walfangflotte weiter zu stören. «Wir haben sie ohne Bedingungen zurückbekommen und werden nun damit fortfahren, die japanische Flotte zu behindern und zu jagen», sagte der Tierschützer. Neben der Sea-Shepherd-Gruppe wollen auch Aktivisten von Greenpeace die japanischen Schiffe stören.


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