Finanzkrise im Zentrum der Debatte
25. Januar 2008, 07:25Mit Blick auf die Vorwahl im US-Staat Florida versuchten die Präsidentschaftskandidaten der Republikaner in einem neuen Fernsehduell in wirtschaftspolitischen Fragen zu punkten.
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Alle Kandidaten in der Debatte am Donnerstagabend (Ortszeit) lobten angesichts der derzeitigen Finanzkrise in den USA das Konjunkturprogramm, auf das sich Republikaner und Demokraten kurz zuvor geeinigt hatten. Allerdings plädierten sie für noch weitergehende Steuererleichterungen.
Viele Seitenhiebe auf demokratische Kandidaten
Am vehementesten setzte sich Mitt Romney, der frühere Gouverneur von Massachusetts, für permanente Abgabensenkungen ein. John McCain, Senator aus Arizona, bekundete seine Zustimmung zum am Donnerstag vereinbarten Programm zur Wiederankurbelung der Wirtschaft. Auch der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani begrüsste das Paket, verlangte jedoch zusätzliche Schritte. «Wir sollten hier wirklich aggressiv vorgehen», forderte Giuliani. Ähnlich äusserten sich auch Mike Huckabee, früherer Gouverneur von Arkansas, sowie Ron Paul, Kongressabgeordneter aus Texas.
Alle Teilnehmer an der 90-minütigen Debatte übten heftige Kritik an den demokratischen Präsidentschaftskandidaten und insbesondere an Hillary Clinton. Sie würde bestimmt schon bald die Steuern wieder erhöhen und ausserdem eine viel zu schwache Politik gegenüber dem Irak vertreten, lauteten einige der Vorwürfe. Deshalb sei sie es auch nicht wert, ins Weisse Haus einzuziehen. «Sie liegt nicht auf der Linie des amerikanischen Volkes», warf Romney der Favoritin unter den demokratischen Bewerbern vor.
Romney vor McCain
Die Vorwahl in Florida am kommenden Dienstag könnte bei den Republikanern endlich für klarere Fronten sorgen. Zurzeit hat sich bei der Partei von Präsident George W. Bush noch kein eindeutiger Favorit für dessen Nachfolge abgezeichnet. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Mason-Dixon liegt Romney mit 30 Prozent vor McCain mit 26 Prozent. Es folgen Giuliani mit 18 und Huckabee mit 13 Prozent.
Bei den Demokraten liegt die New Yorker Senatorin Clinton laut einer Umfrage von Bloomberg National Poll und «Los Angeles Times» landesweit mit 42 Prozent vor Barack Obama. Der Senator aus Illinois kommt demnach auf 33 Prozent und John Edwards, ein früherer Senator aus North Carolina, auf 11 Prozent. In South Carolina, wo am Samstag die nächste Vorwahl der Demokraten stattfindet, hat Obama den Erhebungen zufolge allerdings mit 38 Prozent einen Vorsprung vor Clinton (30 Prozent) sowie vor Edwards (19 Prozent).
Vor der Abstimmung in South Carolina brachte Obama wieder die Haltung seiner Rivalin Clinton zum Irak-Krieg in die Debatte. Da sie 2002 im Kongress für die Militärintervention im Irak gestimmt habe, könne ihr in Fragen der nationalen Sicherheit nicht getraut werden. Erst als der Irak-Krieg unpopulär geworden sei, habe sie sich dagegen gestellt.
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