Ausland

Ted Kennedy in Spital eingeliefert

18. Mai 2008, 09:29

US-Senator Edward Kennedy erholt sich im Krankenhaus von einem epileptischen Anfall.

Der 76-Jährige habe keinen Schlaganfall erlitten und sei nicht in Lebensgefahr, sagte Kennedys Arzt Larry Ronan. Der Senator war gestern mit dem Hubschrauber von Cape Cod an der Küste von Massachusetts in ein Bostoner Krankenhaus gebracht worden. Aus dem Umfeld des demokratischen Politikers verlautete, der 76-Jährige habe Symptome eines Schlaganfalls gezeigt.

«Er ruht sich aus und schaut sich mit seiner Familie ein Spiel (des Baseballteams) der Red Sox an», erklärte Ronan. «In den kommenden Tagen wird Senator Kennedy weiteren Untersuchungen unterzogen, um den Auslöser des Anfalls zu ermitteln.» Kennedys Ehefrau Victoria, drei seiner Kinder und seine Nichte Caroline Kennedy waren bei ihm im Krankenhaus.

Kennedy hatte sich am Samstagmorgen zuhause krank gefühlt. Daraufhin wurde er zunächst in ein Krankenhaus unweit seines Hauses in Cape Cod gebracht. Dort wurde dann entschieden, ihn nach Boston zu verlegen. Im dortigen Massachusetts General Hospital wurde der Senator im vergangenen Oktober wegen einer verstopften Arterie am Hals operiert.

Präsidentschaftsbewerber schicken Genesungswünsche

Der in den USA über die Parteigrenzen hinweg geschätzte Kennedy ist der jüngste und einzige noch lebende der vier Kennedy-Brüder: Der älteste Bruder Joseph kam bei einem Flugzeugunglück im Zweiten Weltkrieg um, Expräsident John F. Kennedy wurde 1963 ermordet, 1968 fiel auch Robert Kennedy einem Attentat zum Opfer.

Alle Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur, der Republikaner John McCain und die Demokraten Hillary Clinton und Barack Obama, zeigten sich betroffen, würdigten Kennedys Leistungen für das Land und schickten ihm Genesungswünsche. McCain bezeichnete den politischen Gegner als legendären Abgeordneten. «Senator Kennedys Rolle im Senat kann kaum übertrieben werden», erklärte McCain.

Kennedy wurde erstmals 1962 für den Staat Massachusetts in den Senat gewählt. Er nahm dort den früheren Sitz seines Bruders ein, des damaligen Präsidenten John F. Kennedy. Kennedy verschaffte Obama in diesem Jahr Aufwind, als er sich hinter den Senator aus Illinois stellte und ihn als würdigen Nachfolger seines Bruders bezeichnete.

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