Atom-Unfall in Südfrankreich

08. Juli 2008, 21:51

Aus dem Atomkraftwerk Tricastin nahe Avignon sind 30'000 Liter radioaktiv verstrahlte Flüssigkeit ausgetreten. Ein Teil davon gelangte in zwei Flüsse.

Die Sicherheit von Tricastin wurde schon früher bemängelt: Greenpeace-Protest im September 2003.
Keystone Die Sicherheit von Tricastin wurde schon früher bemängelt: Greenpeace-Protest im September 2003.

In drei Gemeinden nahe der Nuklearanlage wurde die Verwendung von Leitungswasser untersagt, verboten wurden ausserdem die Bewässerung von Feldern, Angeln und Wassersport. Die Gefahr für die Bevölkerung sei aber gering, sagt der Sprecher der Atomaufsichtsbehörde Charles-Antoine Louet.

Flusswasser 1000 Mal über Grenzwert

Die ausgetretene Lösung enthalte insgesamt etwa 360 Kilogramm nicht angereichertes Uran, das aber nur schwach radioaktiv sei, sagt Louet. Die Ursache für den Unfall ist der Behörde zufolge noch unklar. Örtliche Behörden berichten, die Flüssigkeit sei bei der Reinigung eines Tanks ausgetreten.

Betroffen waren die Flüsse Lauzon und Gaffiere. In letzterem wurde der Atomaufsichtsbehörde zufolge eine Urankonzentration rund 1000 Mal über dem Normalwert gemessen. Der Wert gehe aber rasch zurück, heisst es.

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