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Genueser Polizisten müssen ins Gefängnis

14. Juli 2008, 22:58

Sieben Jahre nach dem von schweren Übergriffen auf Globalisierungsgegner geprägten G8-Gipfel in Genua sind 15 Polizisten und Gefängnisbeamte verurteilt worden.

Schwere Unruhen prägten den G-8-Gipfel 2001 in Genua, ein Demonstrant wurde dabei getötet.
Keystone Schwere Unruhen prägten den G-8-Gipfel 2001 in Genua, ein Demonstrant wurde dabei getötet.

Ein Strafgericht sprach nach über neunstündiger Beratung in Genua Gefängnisstrafen von fünf Monaten bis fünf Jahren aus. 30 der insgesamt 45 Angeklagten wurden freigesprochen. Es ging in dem seit Oktober 2005 laufenden Prozess um Amtsmissbrauch, Gewalt und Misshandlungen von Globalisierungsgegnern in dem Gefängnis Bolzaneto der norditalienischen Stadt. Die höchste Strafe von fünf Jahren Haft erhielt der für die Sicherheit in dem Gefängnis verantwortliche Beamte Antonio Biagio Gugliotta.

Tod durch Schuss in den Kopf

Zu den Übergriffen und der Gewalt gegen Demonstranten war es im Juli 2001 während des Gipfels der acht wichtigsten Industriestaaten gekommen, der von schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Gipfelgegnern geprägt war. Dabei war auch ein Demonstrant von einem Polizisten durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Der Polizeibeamte berief sich auf Notwehr und wurde freigesprochen.

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