Ausland

AKW Tricastin: Erneuter Zwischenfall

06. August 2008, 21:19

In der südfranzösischen Atomanlage Tricastin trat bei der Entsorgung von radioaktivem Müll das radioaktive Isotop Kohlenstoff-14 aus.

Die Betreiberfirma Socatri, eine Tochterfirma des französischen Atomkonzerns Areva, stellte den Angaben der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN zufolge bereits Anfang Juli ein Grenzwertüberschreitung fest. Die Behörde wurde den Angaben zufolge am Montag informiert.

Sie stufte den Vorfall auf der Gefahrenskala von 0 bis 8 bei 1 ein. Eine Gefahr für die Umwelt und die Bevölkerung habe ersten Einschätzungen zufolge nicht bestanden.

In Tricastin waren Anfang Juli in einem Betrieb zur Reinigung radioaktiv verstrahlter Materialien sechs Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit in die Umwelt gelangt. Socatri wurde vorgeworfen, sie habe die Aufsichtsbehörde erst Stunden später in Kenntnis gesetzt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Behörden jedoch nicht.

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