Ein neues Projekt für den Hardturm
06. Dezember 2007, 23:35 Von Simon GrafAuf Initiative von Architekten befassen sich FCZ, GC und ZSC Lions mit einem Doppelstadion für Fussball und Eishockey.
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Das Projekt basiert auf einem Fussballstadion mit 22'000 und einer Eishockeyhalle mit 10'000 Plätzen. Die Arenen wären miteinander verbunden; im gemeinsamen Mittelbau wären Restaurants, VIP-Bereich und Kabinen untergebracht. Die Zürcher Architekten Walter Wäschle und Ernst Meier entwickelten die Idee vor dem Hintergrund der unbefriedigenden Zürcher Stadionsituation für Fussball und Eishockey. Der FC Zürich und die Grasshoppers werden im Letzigrund nicht auf Dauer glücklich; die ZSC Lions sind im Hallenstadion sogar in ihrer Existenz bedroht. Und das Stadion Zürich auf dem Hardturm-Areal, bei dem das Bundesgericht im nächsten Jahr über den Kritikpunkt Schattenwurf entscheiden muss, wird nicht vor 2013 stehen.
Das neue Projekt, das im Gegensatz zum Stadion Zürich keine Mantelnutzung vorsieht und rund 20 Meter weniger hoch in die Luft ragen würde, soll rund 200 Millionen Franken kosten. Eine multisportive Arena würde den Zürcher Klubs einige Vorteile und Synergien bieten. Die Vereine diskutierten die Idee in den letzten Wochen und zeigten sich interessiert.
Die Trägerschaft des Stadions Zürich (Stadt und Credit Suisse), der das Hardturm-Gelände gehört, will aber an ihrem ursprünglichen Projekt mit 30 000 Sitzen und Einkaufszentrum festhalten. «Dieses Projekt hat schon viele Hürden genommen», sagt CS-Sprecher Matthias Friedli. «Es ist städtebaulich und architektonisch bestechend, und für die Realisierung bestehen gute Chancen.» Dezidiert äussert sich Stadtpräsident Elmar Ledergerber: «Im jetzigen Projekt stecken über acht Jahre intensive Arbeit. Jetzt nochmals von vorne zu beginnen, wäre eine kapitale Dummheit und würde dazu führen, dass Zürich in den nächsten zehn Jahren keine Fussballarena erhält.» Doch die Initianten sind entschlossen, die neue Idee weiterzuverfolgen.
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