News Schweiz - Tages-Anzeiger

Dossier

Gentech-Moratorium

Die Volksinitiative «für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft» verlangt, dass in der Schweizer Landwirtschaft während fünf Jahren keine Pflanzen angebaut und keine Tiere gehalten werden dürfen, die gentechnisch verändert sind.


gentech

Gentechfrei-Initiative angenommen

Schweizer Bauern dürfen während fünf Jahren unter keinen Umständen Pflanzen anbauen oder Tiere halten, die gentechnisch verändert sind. » weiter


Pro: Zuerst die Risiken klären

Schweizer Bauern setzen auf Qualität. Mit dem Moratorium können wir prüfen, ob das trotz Gentech geht. Dies ist auch eine Chance für Forscher. » weiter

Kontra: Moratorium ist überflüssig

Wir müssen die grüne Gentechnik regulieren, nicht verbieten. Das Moratorium würde die Schweiz in Europa nur isolieren. » weiter

Scharf beobachtete Gentech-Reben

Frankreich ist gegenüber neuen Technologien aufgeschlossen. Doch wenn es um Wein geht, hört der Spass auf. Das zeigt ein Freisetzungsversuch von Gentech-Reben im Elsass. » weiter

Genfood lässt sich nicht verkaufen

Die Konsumenten lehnen heute gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Deshalb sind sie in den Läden nicht zu finden. Steigt ihre Akzeptanz, könnte sich das aber rasch ändern. » weiter

«Ein Moratorium wäre bestimmt das falsche Signal»

Ein Gentech-Moratorium würde sich auf ihre Zukunftschancen negativ auswirken, befürchten junge Forscher. » weiter

«Gentechnologie ist im Endeffekt ökologischer»

Wer von naturnaher Produktion schwärme und gegen Gentech wettere, betreibe ein unlauteres Spiel, sagt der Zürcher Grossbauer Herbert Zysset. Er kämpft gegen das Moratorium. » weiter

«Gentech-frei ist unsere grösste Trumpfkarte»

Nur mit naturnahen Produkten könne sich die Schweizer Landwirtschaft auf dem europäischen Markt behaupten, sagt der Luzerner Bauer Jakob Lütolf. Er kämpft für das Moratorium. » weiter

Gentech-Pflanzen könnten den Hungernden helfen

Die Biotechnologie habe in den Entwicklungsländern grosses Potenzial, erklärt die UN-Agrarorganisation FAO. » weiter

Unterschiedliche Zuchtverfahren nicht gegeneinander ausspielen

Mit gentechnischen Methoden wollen Forscher die Urdbohne vor Virenbefall schützen. » weiter

Leere Drohung oder reale Gefahr?

Wird das Gentech-Moratorium angenommen, befürchtet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Schlimmes: den Verlust von Wissen und Arbeitsplätzen. » weiter

Gentechnik: Warnung aus dem Ausland im Stadtzürcher Freiluftstall

Die Schweizer Landwirtschaft kann nur überleben, wenn sie auf Gentechnik verzichtet. Darin waren sich Bauern und Wissenschafter am Gentechfrei-Festival einig. » weiter

Gentechfrei nur Etikettenschwindel?

Das Moratorium ist völlig überflüssig, sagt der SVP-Landwirt. Keineswegs, erwidert die Konsumentenschützerin, das Label «gentechfrei» hilft den Bauern auf dem EU-Markt. » weiter

«Wir sind nicht so leicht zufrieden»

Bei den Gentech-Pflanzen, die bereits angebaut werden, seien noch grundsätzliche Fragen offen. Angelika Hilbeck von der ETH erforscht die Biosicherheit. » weiter

Wie schädlich ist Gentech-Food wirklich?

Die Angst vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist gross. Ist sie aber begründet? Nein, sagt eine neue Studie der WHO. Die Gentech-Gegner irritiert das jedoch kaum. » weiter

Gentherapie für wehrlose Äpfel

Cesare Gessler hat Gentech-Pflanzen hergestellt. Im Unterschied zu seinen Kollegen ist er für das Gentech-Moratorium – aber aus anderen Gründen als die Initianten. » weiter

Ueli Maurer kämpft gegen eigenen Verband

Der Zürcher Bauernverband unterstützt die Gentechfrei-Initiative, sein Geschäftsführer Ueli Maurer bekämpft sie. Beide Seiten spielen den Konflikt wohlweislich herunter. » weiter

Gentechnik bleibt Alptraum der Biobauern

Mit einer Verordnung will der Bundesrat die Koexistenz von Bio und Gentech regeln. Ist das Moratorium nun überflüssig? Keineswegs, sagen die Initianten. Es gebe nur noch mehr Fragen. » weiter

Deiss will Biotech-Firmen anlocken

Noch vor einem Jahr tat Volkswirtschaftsminister Deiss die «Gentechfrei»-Initiative pauschal als «kontraproduktiv» ab. » weiter

Keine Gentech-Spuren in mexikanischen Maissorten

Im Jahr 2001 sorgten Fremdgene in mexikanischen Maissorten für Schlagzeilen. Eine neue Studie kann den brisanten Befund indes nicht bestätigen. » weiter

«Ein Moratorium wäre der letzte Sargnagel»

Stimmt es, dass die Forschung unterbunden wird, wenn das Volk die Gentechfrei-Initiative annimmt? Würden Tausende von Arbeitsplätzen ins Ausland verlagert? Beides trifft nicht zu. » weiter

Landwirtschaft gleicht einem bunten Flickenteppich

Die Koexistenz verschiedener Formen des Landbaus ist in der Schweiz längst Realität – mit oder ohne Gentechnik. » weiter

Das Volk sagt, ob «Gentechfrei» gilt

Die Gentechfrei-Initianten haben ihre Kampagne auf den möglichen Abstimmungstermin im November ausgerichtet. Die Gegner klagen, Bundesrat Deiss unterschätze die Initiative. » weiter

«Die Firmen sind bescheiden geworden»

Der Agronom Charles Benbrook erklärt, warum die Gentechnik trotz Wachstum in einer Krise steckt. Und er übt Kritik an Befürwortern und Gegnern der Gentechnik gleichermassen. » weiter

Es braucht eine nüchterne Diskussion

Der Mensch passt Pflanzen seit je seinen Bedürfnissen an – und überschreitet dabei schon lange natürliche Grenzen. » weiter

SUCHEN

Was Sie schon immer über Sekten wissen oder sagen wollten