Schweiz

ZSC Lions mit Kantersieg

14. Februar 2008, 22:26

Die ZSC Lions dominieren Ambri-Piotta mit 7:1. Im vermeintlichen NLA-Spitzenkampf bezwang Qualifikationssieger Bern den EV Zug mit 2:1.

Der Zürcher Severin Blindenbacher (l.) gegen den Tessiner Reto Stirnimann.
keystone Der Zürcher Severin Blindenbacher (l.) gegen den Tessiner Reto Stirnimann.

Die ZSC Lions befinden sich derzeit in einer guten Verfassung. Die Zürcher siegten gegen Ambri-Piotta 7:1 und qualifizierten sich damit für die Playoffs. Die Tessiner dagegen müssen sich mit dem Gang in die Playouts wohl abfinden.

Ambri darf sich keine Niederlage mehr leisten und muss auf lauter Freiburger Niederlagen hoffen, wenn sie den Sprung über den Strich doch noch schaffen wollen. Doch damit ist nach dem Auftritt im Hallenstadion nicht mehr zu rechnen. Die Tessiner waren absolut chancenlos und wehrten sich kaum gegen die dritte Niederlage in Serie.

Die ZSC Lions auf der anderen Seite agierten souverän und kamen zum in dieser Höhe verdienten vierten Sieg in Folge. Spätestens nach dem 4:0 (18.) durch Peter Sejna war die Partie entschieden. Adrian Wichser war mit vier Punkten (1 Tor/3 Assists) der erfolgreichste Skorer, Thibaut Monnet der einzige Doppeltorschütze.

«Kehraus»-Spitzenkampf an Bern

Der SC Bern hat seine Leaderstellung in der NLA auch gegen Zug zementiert. Im «Kehraus»-Spitzenkampf gegen den Tabellendritten siegte der Leader ohne zu brillieren 2:1. Sébastien Bordeleau erzielte in der 40. Minute den Siegtreffer.

Der Franco-Kanadier traf nur acht Sekunden nach dem Zuger Ausgleich durch Dale McTavish. Bordeleau proftierte von einem Aussetzer der Zuger Defensive unmittelbar nach dem Anspiel. Zwei Tor in Folge fielen in dieser Saison nur einmal schneller: Im ersten Saisonspiel zwischen Bern und den ZSC Lions (1:3) hatte Ryan Gardner vier Sekunden nach Bordeleaus 1:2 (allerdings ins leere Tor) den Zweitorevorsprung wieder hergestellt.

Sehenswert war der Ausgleich durch McTavish: Der Postfinance- Topskorer drehte in Unterzahl (!) ungestört seine Runden im Berner Drittel, bevor er SCB-Goalie Marco Bührer überlistete. Der EVZ hielt mit dem Meisterschaftsfavoriten gut mit, muss aber nach der dritten Niederlage in Serie weiter auf den ersten Vollerfolg in Bern seit September 2001 (19 Spiele) warten.

Meisterschaft NLA

NLA-Playoff-Final (best of 7):

Genf-Servette (2.) - ZSC LIONS (6.) 2:4
6. Runde: ZSC Lions - Genf-Servette 2:1 (0:1, 1:0, 0:0 0:0) n.P.
5. Runde: Genf-Servette - ZSC Lions 2:3 (2:0, 0:1, 0:1, 0:0) n.P.
4. Runde: ZSC Lions - Genf-Servette 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)
3. Runde: Genf-Servette - ZSC Lions 2:3 (2:2, 0:1, 0:0)
2. Runde: ZSC Lions - Genf-Servette 2:4 (1:2, 1:0, 0:2)
1. Runde: Genf-Servette - ZSC Lions 4:3 n.V. (1:1, 2:0, 0:2, 1:0)

NLA-Playoff-Halbfinals (best of 7):

Davos (5.) - ZSC LIONS (6.) 2:4.
1. Runde: Davos - ZSC Lions 3:2 (0:1, 2:1, 1:0).
2. Runde: ZSC Lions - Davos 4:3 (0:2, 2:1, 1:0, 1:0) n.V.
3. Runde: Davos - ZSC Lions 0:4 (0:0, 0:3, 0:1).
4. Runde: ZSC Lions - Davos 3:2 (1:1, 1:1, 1:0).
5. Runde: Davos - ZSC Lions 4:1 (1:0, 2:0, 1:1).
6. Runde: ZSC Lions - Davos 5:1 (1:0, 4:1, 0:0)

GENF-SERVETTE (2.) - Fribourg-Gottéron (8.) 4:1.
1. Runde: Servette - Fribourg 5:3 (2:1, 0:0, 3:2).
2. Runde: Fribourg - Servette 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0) n.P.
3. Runde: Servette - Fribourg 4:1 (0:0, 2:1, 2:0).
4. Runde: Fribourg - Servette 3:2 (1:0, 1:0, 1:2).
5. Runde: Servette - Fribourg 6:1 (2:1, 2:0, 2:0).

Tabelle nach Abschluss der Qualifikation:


  Spiele S S+ N+ N Tore Pkt
1. Bern 50 33 4 4 9 167:92 111 *
2. Genf-Servette 50 21 11 4 14 172:135 89 *
3. Kloten Flyers 50 26 1 7 16 147:131 87 *
4. Zug 50 24 5 4 17 174:151 86 *
5. Davos 50 26 2 2 20 156:124 84 *
6. ZSC Lions 50 21 6 6 17 158:125 81 *
7. Rapperswil-Jona Lakers 50 23 2 3 22 156:167 76 *
8. Fribourg 50 17 7 5 21 132:163 70 *
9. Lugano 50 15 9 6 20 130:149 69 +
10. SCL Tigers 50 19 3 5 23 175:195 68 +
11. Ambri-Piotta 50 14 7 7 22 160:180 63 +
12. Basel 50 3 1 5 41 98:213 16 +

* = für die Playoffs qualifiziert
+ = in den Playouts

ZSC Lions - Genève-Servette 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.
Hallenstadion. - 10 700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kurmann, Wehrli/Wirth. - Tore: 6. Law (Aubin, Bezina/Ausschluss Alston) 0:1. 27. Gardner (Forster, Sejna) 1:1. - Penaltyschiessen: Pittis 1:0, Conz -; Adrian Wichser -, Kolnik -; Monnet -, Aubin -. - Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Alston) gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Adrian Wichser; Kolnik.
ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Seger, Schnyder; Leeger, Forster; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Alston, Pittis, Monnet; Krutow, Gloor, Lachmatow; Bastl, Lukas Grauwiler, Murovic; Kim Lindemann.
Genève-Servette: Mona; Mercier, Bezina; Gobbi, Keller; Höhener, Breitbach; Schilt; Conz, Trachsler, Deruns; Rivera, Meunier, Kolnik; Law, Aubin, Fedulow; Lüssy, Augsburger, Ruefenacht.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Stoffel (verletzt), Flüeler, Johner, und Pavlikovsky (alle überzählig), Genève-Servette ohne Cadieux, Savary, Vigier (alle verletzt), Julien Bonnet, Hecquet und Heynan (alle überzählig). - Pfosten-/Lattenschüsse: 41. Gardner, 69. Suchy. - 57. Timeout Genève-Servette. - Powerplay: ZSC Lions 0/4; Genève-Servette 1/3.

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