Schweiz

Der Geruch des Europacups

16. Juli 2008, 22:40 – Von David Wiederkehr

Der Uefa-Cup hat bei GC noch nicht Priorität.

Gerade übermächtig ist der Gegner nicht, und dennoch: Schlagen die Grasshoppers an den nächsten beiden Samstagen im UI-Cup nach Besa Kavaja aus Albanien auch den bulgarischen Vertreter Burgas, haben sie auf europäischer Ebene schon mit YB und dem FCZ gleichgezogen. Und dürfen in einer Runde um die Qualifikation für den Uefa-Cup spielen. Dies möchte Hanspeter Latour schaffen, weiter gehen seine Ambitionen indessen nicht. «Würden wir uns für die Gruppenphase des Uefa-Cups qualifizieren, müsste man sich fragen, ob das nicht zu viel Kraft kostet», sagt der Trainer. Weiter hofft Latour, dass die Spielverschiebungen, die zu erwarten sind, falls GC weiterkommt, nicht einen allzu gedrängten Kalender im August verursachen.

Der Dreijahresplan aber, der vor einem Jahr erstellt wurde, sieht vor, dass sich GC in dieser Saison mit einer Klassierung in den Top 3 ohne Umweg für den Uefa-Cup 09/10 qualifiziert. So gehe es im UI-Cup, der heuer zum letzten Mal ausgetragen wird, in erster Linie darum, «den internationalen Geruch einzuatmen», wie Latour sagt. Nur sieben Spieler (Cabanas, Smiljanic, Jakupovic, Salatic, Voser, Dos Santos, Touré) haben schon einmal eine Uefa-Cup-Partie bestritten. «Gerade für die Jungen hat ein internationales Spiel enormen Erfahrungswert», weiss Latour.

Ein Vorteil für das Spiel gegen Basel?

Aus diesem Grund glaubt er auch, dass es seinen Spielern am kommenden Mittwoch in Basel entgegenkommen könnte, dass sie schon drei Ernstkämpfe hinter sich haben werden. «Ich mag diese Konstellation, der UI-Cup ist mir viel lieber als Testspiele», sagt Latour - «und den Spielern wohl auch.»

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