Schweiz - Tages-Anzeiger
04. August 2006, 12:12

Bestimmungen abgeschwächt

Die Swiss Football League schwächt ihre Mitte Juli erlassenen Sicherheitsbestimmungen ab. Gästeklubs müssen die Personalien ihrer Fans beim Ticketverkauf nun doch nicht aufnehmen.

Der Kartenverkauf für den Gästesektor bleibe Sache des Gastklubs, teilte die Swiss Football League (SFL) mit. Aufgrund einer Analyse der ersten Meisterschaftsspiele stelle das Komitee der SFL aber klar, dass die schriftliche Aufnahme der Personalien nicht nötig sei. Inhaber der Gästekarten müssten aber beim Eingang neben dem Ticket eine gültige ID vorweisen.
Fans weigerten sich
Grund für den Kurswechsel sind die negativen Reaktionen der Fans: In den ersten Runden der Meisterschaft hätten sie sich unter Berufung auf den Datenschutz zum Teil geweigert, Namen und Adresse anzugeben. Stattdessen besorgten sie sich beim Heimklub Tickets für andere Sektoren.

Die SFL empfiehlt ihren Mitgliedern erneut, bei Auswärtsspielen vor Ort eine oder mehrere Tageskassen anzubieten. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dem reisewilligen Fan wie bis anhin die Möglichkeit zu geben, sich am Spieltag für einen Matchbesuch - im Gästesektor - zu entscheiden, schreibt der SFL.

Stärkere Videoüberwachung
Die SFL hatte Mitte Juli mit neuen Sicherheitsmassnahmen auf die schweren Krawalle nach dem Meisterschaftsfinale FCB gegen FCZ vom 13. Mai reagiert. Neben den Gastklubs werden auch die Heimklubs in die Pflicht genommen: Sie müssen unter anderem ihre eigene Fankurve besser sichern und die Zuschauer per Video stärker überwachen.

cpm/sda

© Tamedia AG  – Quellen: tagesanzeiger.ch – Agenturen  –  » Fenster schliessen