Schweiz - Tages-Anzeiger
02. November 2007, 12:23

Reaktionen: Studierendenschaft hat Einwände

Die Reaktion der Verbände der Studierenden fällt grundsätzlich positiv aus. Allerdings finden sie 16'000 Franke pro Jahr zu wenig.

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) hat wiederholt auf einheitlicheres Stipendenwesens gepocht. Über den Vorschlag der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) ist er zwar grundsätzlich erfreut, doch er hat zwei Einwände. Einerseits sei der vorgeschlagene Mindest-Maximalansatz von 16’000 Franken für Studierende zu tief, sagte VSS-Kopräsidentin Sarah Gerhard gegenüber der SDA. Die durchschnittlichen Lebenskosten für Studierende lägen bei rund 23’000 Franken pro Jahr. «Der ungedeckte Fehlbetrag von 7000 Franken ist zu hoch.»

Zweitens schlage die EDK keine einheitlichen Regelungen für die Bemessungsgrundlagen von Stipendien vor. Die Kantone behandelten Einkommen und Vermögen der Familien von Gesuchstellern sehr unterschiedlich, sagte Gerhard. Der VSS befürchte deshalb, dass die Kantone auf diesem Weg den Kreis der Bezüger einschränkten. Der VSS hatte im Oktober selbst einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Demnach sollte das Stipendienwesen zur Bundesaufgabe werden, indem künftig eine Eidgenössische Kommission die Bemessungsgrundlagen für die Stipendien festlegen sollte. Für die Vergabe der Gelder wären dagegen die Kantone zuständig.

sbm/sda

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