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Uefa lobt Schweiz – trotz «Euphoriedefizit»

28. Juni 2008, 11:30

Leere Ränge: Nur wenige Fans haben sich fürs Spiel Schweiz–Portugal ins «neunte Stadion» in Bubendorf verirrt
Keystone Leere Ränge: Nur wenige Fans haben sich fürs Spiel Schweiz–Portugal ins «neunte Stadion» in Bubendorf verirrt

Die Schweiz erhält Lob vom Euro-08-Chef der Uefa. Er könne der Schweiz für die Organisation ein sehr gutes Zeugnis ausstellen, sagt Martin Kallen der «Südostschweiz».

Die Euro 08 auf dem besten Weg, zum besten Turnier aller Zeiten zu werden, sagt Kallen, Geschäftsführer der Euro 08 SA im Interview. Sowohl die Schweiz als auch Österreich hätten einen sehr guten Job gemacht. Das jetzige Turnier sei grösser als die EM vor vier Jahren in Portugal, aber die Euphorie sei «in Portugal sicher elektrisierender» gewesen. Das habe aber natürlich auch mit der Finalteilnahme des Gastgeberlandes zu tun gehabt. Er wolle damit auch nicht sagen, dass die Stimmung in der Schweiz und Österreich nicht gut gewesen sei.

Auf «Verbesserungspotenzial» angesprochen sagt Kallen: «Wir müssen alles unternehmen, um in Zukunft leere Plätze im Stadion zu verhindern». Das sei ein unschönes Bild angesichts des riesigen Ansturms auf die 1,05 Millionen Tickets. Es sei deshalb zu überlegen, den teilnehmenden Verbänden künftig weniger Tickets zuzugestehen. Ein Dorn im Auge sei ihm zudem der Schwarzmarkt, der geblüht habe wie nie zuvor. Zum Image-Problem der Uefa wegen einiger Vorschriften zum Schutz der Sponsoren sagt Kallen, die Uefa werde noch besser kommunizieren müssen, warum gewisse Regeln erlassen würden. Es sei eine Gratwanderung, wie weit man im Marketing gehen wolle. Die Uefa müsse diese Situation nach dem Turnier aber auf jeden Fall neu beurteilen.

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