Darf der Bär bleiben?
01. August 2005, 15:25Nachdem der Braunbär im Münstertal ein Kalb gerissen hat, stellt sich die Frage, wie Tiere und Menschen vor ihm geschützt werden können.
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Der Besitzer des Kalbes, Bauer Fadri Conrad, zeigte sich in der Tagesschau von Schweizer Fernsehen DRS wenig erstaunt über den Angriff. Er bedaure natürlich seinen Verlust, in der Natur würden solche Dinge aber einfach geschehen. Um seine Herde vor weiteren Übergriffen zu schützen, schickte er sie über die Waldgrenze, wohin der Bär eigentlich nicht kommen sollte.
Hirten und Hunde fürs Vieh
Überraschter reagierte Reinhard Schnidrig, Chef der Sektion Jagd und Wildtiere im Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft. Er hätte - wenn überhaupt - mit einem Lamm als Bärenopfer gerechnet. Schnidrig schlug den Nutztierhaltern in der Gegend vor, ihre Herden mit Hirten und Hunden zu schützen.Nichts hält Schnidrig vorderhand von der Idee, den Bären mit dem Einsatz von Gummigeschossen abzuschrecken. Solche Schüsse könnten Bären zwar vergrämen, sie sollen in der Schweiz aber nur eingesetzt werden, wenn Menschen bedroht sind. Wildhüter Gross erinnerte zudem daran, dass sich Bären zu 80 Prozent vegetarisch ernähren.
Faltblatt mit Verhaltensregeln
Zur Information von Bevölkerung und Touristen wird im Münstertal nun ein Faltblatt verteilt, auf dem die wichtigsten Verhaltensregeln im Falle eines Bärenkontakts aufgelistet sind. Besonders wichtig ist es laut Gross, dass sich Wanderer durch Geräusche bemerkbar machen. Im Normalfall suche er dann von sich aus das Weite. Keinesfalls darf der Bär gefüttert werden. Dies würde dazu führen, dass er sich an die Menschen gewöhnt und dann eventuell in der Nähe der Dörfer auftaucht.Schweiz
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