Weniger Unfälle dank Radarfallen
14. Dezember 2005, 15:07Seit 2002 hat die Polizei auf der Autobahn rund um Lausanne die Zahl der Radarfallen stetig erhöht. Parallel dazu sanken die Unfallzahlen deutlich.
«Dank den permanenten Radarkontrollen respektieren viel mehr Autofahrer die Geschwindigkeitslimiten», sagt Polizeisprecher Jaen-Christophe Sauterel. Auch habe der Verkehrsfluss zugenommen.
Einnahmen gestiegen
Mit der zunehmenden Zahl Radarfallen stieg - ein für die klamme Staatskasse willkommener Nebeneffekt - das Bussenvolumen. «Unser Ziel ist es nicht, das Bussenvolumen zu erhöhen», verteidigt Jean-Jacques Braissant die Abschreckungspolitik. Braissant ist bei der Polizei zuständig für die Radarkontrollen. Man wolle die Fahrerinnen und Fahrer bloss dazu bringen, den Fuss vom Gaspedal zu nehmen und die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu respektieren.Die anderen Westschweizer Kantone geben sich in Sachen Radarfallen viel zurückhaltender. «Wir ziehen die Jagd nach eigentlichen Rasern vor», erklärt etwa der Sprecher der Walliser Kantonspolizei Jean-Marie Bornet. Auch Neuenburg mit zwei Radarfallen und Freiburg mit vier wollen die Zahl der fixen oder mobilen Radarkontrollen zurzeit nicht erhöhen. Einzig Genf verfolgt eine ähnliche Politik wie die Waadt. Zurzeit sind auf Kantonsgebiet 69 Radarsäulen aufgestellt, wobei 14 davon jeweils mit einer Kamera ausgerüstet sind.
Die Waadt will ihre Strategie in den nächsten Jahren fortsetzen und gar ausbauen. Im nächsten Jahr sollen 20 neue Radarsäulen aufgestellt werden. Nur fünf von ihnen werden in einem geheimen Turnus dann auch mit digitalen Kameras bestückt.
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