Schweiz

Kompromiss bei CO2-Abgabe

14. Dezember 2006, 18:55

Ab 2009 wird der Liter Heizöl um 6 und ab 2010 um 9 Rappen verteuert, wenn der Ausstoss des Treibhausgases nicht messbar abnimmt. Verzögerungs- und Verwässerungsversuche kamen im Ständerat nicht durch.

Das Heizöl wird sich je nach Kursstand um 11 bis 13 Prozent verteuern.
Das Heizöl wird sich je nach Kursstand um 11 bis 13 Prozent verteuern.
Mit 26 zu 15 Stimmen unterlag nach langer Diskussion das Konzept der Mehrheit der Umwelt- und Energiekommission (UREK), das die CO2-Abgabe erst vorsah, wenn der Heizölpreis von heute 76 unter 64 Rappen sinkt. Abgelehnt wurde auch der Antrag des Bundesrates, in einem Schritt eine CO2-Abgabe von 9 Rappen einzuführen.

Nur mit dem Nationalratsmodell könne die Schweiz ihre Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen, den CO2-Ausstoss bis 2010 um 10 Prozent gegenüber 1990 zu senken, sagte Simonetta Sommaruga (SP/BE). Sie führte eine aus Mitgliedern aller vier Bundesratsparteien zusammengesetzte Minderheit an.

Für This Jenny (SVP/GL) war der Mehrheitsvorschlag nur ein scheinheiliges Konzept, um die CO2-Abgabe zu vermeiden. Da absehbar sei, dass das Kyoto-Ziel nicht freiwillig erreicht werde, müsse die CO2-Abgabe eingeführt werden, gab Hansheiri Inderkum (CVP/UR) zu bedenken. Alles andere wäre nicht gesetzeskonform, .

Gegen weitere Verschiebung
Der Prozess «nach Kyoto» sei schon im Gange, sagte Bundespräsident Moritz Leuenberger und fragte nach der Glaubwürdigkeit, wenn die Schweiz nicht einmal den ersten Schritt täte. Es sei an der Zeit, die Lenkungsabgabe, die an die Bevölkerung und Wirtschaft rückerstattet werde, einzuführen.

Mit 23 zu 17 Stimmen schlug der Ständerat auch den Antrag von Urs Schwaller (CVP/FR) aus dem Feld, die Erhebung der Abgabe um zwei Jahre zu erstrecken. Schwaller wollte dadurch der Bauwirtschaft mehr Zeit einräumen, um besser auf die höheren Heizölpreise reagieren zu können und auch Altbauten zu sanieren.

Thomas Pfisterer (FDP/AG) machte darauf aufmerksam, dass damit die erste Stufe der CO2-Abgabe erst 2011 fällig würde. Damit wäre es nicht möglich, die Gaskombikraftwerke zu erfassen, die zuvor in Betrieb gehen könnten. Ein Werk wie Chavalon VS stosse soviel Treibhausgas aus, wie die CO2-Abgabe einsparen werde.

Schweiz

Meistgelesen in der Rubrik Schweiz

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Monteure Montage Elektrotechnik Hans Leutenegger AG, Luzern

Teamleiter Montage Elektrotechnik Hans Leutenegger AG, Luzern

Heizungsmonteur/in gelernt planova human capital ag, Bern

Lokale Suche

Marktplatz

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Geschäftsführer / CEO MICRODUL AG, Zürich

Partner Scalis AG, Regensdorf

Geschäftsführer/in (80-100%) Amt für Jugend und Berufsberatung, Zürich

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate