Viel zu warm und viel zu nass
23. Dezember 2006, 14:18Die durchschnittliche Temperatur lag 2006 1,4 Grad über der Norm der Jahre 1961 bis 1990, obwohl der letzte Winter der kälteste seit 21 Jahren war.
In den Föhngebieten war es im Vergleich zur internationalen Referenzperiode 1961 bis 1990 sogar um 2 Grad zu warm. Der Wärmeüberschuss ist umso erstaunlicher, als dass der Winter 2005/2006 der kälteste seit 21 Jahren war.
Heisser Juli, goldener Herbst
Nach den extrem kalten Monaten Januar bis März war dafür der Juli dann mit einem Überschuss von 5 Grad der wärmste Monat seit Beginn der Messreihe. Auch die Herbstmonate waren rund 3 Grad zu warm, und der Herbst dürfte gemäss Aufzeichnungen der wärmste seit 326 Jahren gewesen sein, teilte SF-Meteo mit.Sonnig und dennoch zu nass
Auf Sonne musste die Schweiz im ablaufenden Jahr nicht verzichten. In den meisten Landesteilen wurden gemäss SF-Meteo Überschüsse an Sonnenstunden gemessen. In der Sonnenstube Tessin schien die Sonne an 2100 Stunden. Das sind 10 Prozent mehr als im Durchschnitt.Dagegen wurden im Verlaufe des Jahres auch extrem hohe Niederschlagsmengen registriert. In der Region Basel fielen 1000 Liter Regen pro Quadratmeter, 200 Liter mehr als in Durchschnittsjahren. Dagegen lagen die Regenmengen in der Bündner Herrschaft und im Sottoceneri unter dem Durchschnitt.
Das extremste Wetterereignis war der Schneefall am 4. März, der weite Teile der Schweiz unter einer grossen Schneedecke versinken liess. In Zürich und Basel gingen die grössten Neuschneemengen seit Messbeginn nieder.
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