Hunderte von Unfällen
24. Januar 2007, 19:21Der erste Schnee bis in die Niederungen hat auf den Schweizer Strassen Verkehrschaos verursacht. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen.
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Alleine im Kanton Zürich kam es zu über 90 Unfällen mit 9 Verletzten. Aber auch aus den anderen Landesteilen wurden viele Unfälle gemeldet, bei denen über 40 Menschen verletzt wurden. In den meisten Fällen blieb es aber bei Blechschäden.
So kollidierte beispielsweise in der Obwaldner Gemeinde Kerns ein Postauto mit einem Schneepflug. Der Chauffeur und die 15 Passagiere und auch der Lenker des Schneepflugs blieben unverletzt.
Flüge annulliert
Auch im Flugverkehr kam es zu Behinderungen. Auf dem Flughafen Zürich mussten insgesamt 38 Europa-Flüge annulliert werden. Die Flüge erhielten zudem Verspätungen von rund einer halben Stunde. Der EuroAirport Basel-Mülhausen-Freiburg war wegen starker Schneefälle während sieben Stunden geschlossen. 37 Flüge wurden ab 5 Uhr früh annulliert. Gegen Abend wurde der Flughafen erneut geschlossen. Am Genfer Flughafen wurden insgesamt acht Abflüge gestrichen.Verspätung bei der Bahn
Bei den SBB gab es keine grösseren Störungen. Es sei aber immer wieder zu Beeinträchtigungen durch Weichenstörungen, Schwierigkeiten bei Fahrleitungen oder einzelnen Lokdefekten gekommen. Die S-Bahn-Benutzer der Zürcher S6 mussten während rund einer Stunde auf einen Busersatzbetrieb ausweichen, weil um zirka 05.30 Uhr zwischen Seebach und Regensdorf ein Auto auf die Gleise gerutscht war.Auch im sanktgallischen Schänis rutschte ein Auto auf die Geleise. Der Lenker konnte aber aussteigen und den Zugführer warnen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Züge seien überdurchschnittlich gut frequentiert gewesen, sagte ein SBB-Sprecher. Verspätungen von über einer Stunde wiesen Züge aus Frankreich und Deutschland auf.
Stromausfälle
In mehreren Genfer Landgemeinden hat der starke Schneefall zu Stromausfällen geführt. Von den Stromausfällen waren gemäss einer Mitteilung der Genfer Industriellen Betriebe 13'600 Kunden betroffen. Die Ausfälle dauerten von wenigen Minuten bis zu neun Stunden im Dorf Cartigny.Nach den Schneefällen seit Wochenbeginn herrscht in weiten Teilen der Schweizer Alpen eine erhebliche Lawinengefahr. Das lange Ausbleiben des Schnees in diesem Winter ist kein Rekord. Laut den Daten von MeteoSchweiz hat es in Bern schon bis zum 21. Februar gedauert, bis der erste Schnee fiel.
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