Blocher ohne Klima-Probleme

22. Juni 2007, 15:30

In einer Festrede beim Verband «Dach und Wand» hat Bundesrat Christoph Blocher «gewisse Diskussionen» rund um die Debatte zum Klimawandel als «Hysterie» bezeichnet.

Keine Angst vor Wärme: Christoph Blocher am Zürcher Sechseläuten (Archivbild).
Keine Angst vor Wärme: Christoph Blocher am Zürcher Sechseläuten (Archivbild).
In einer Rede zum 100-jährigen Bestehen des Verbandes «Dach und Wand» stellte Christoph Blocher in St. Gallen die negativen Auswirkungen des Klimawandels in Frage. «Nun ist wieder mal eine Klimakatastrophe angesagt», sagte er laut seinem Redetext. Er wolle nicht verharmlosen, so der Bundesrat, «denn verharmlosen kann ich nur, wenn auch wirklich etwas gefährlich ist.»

Blocher fragt sich nach eigenem Bekunden, ob Klimaphänomene überhaupt erkennbar und messbar seien. Und wenn ja, ob sie tatsächlich negative Folgen hätten: «Historisch gesehen, litt die Menschheit stets unter Kälteperioden, und Zeiten der Erwärmung gingen einher mit Aufschwung, Wohlstand und Wohlergehen.»

Gewisse Diskussionen und Horrorszenarien könne man nur als hysterisch bezeichnen, so Blocher. Wichtiger als «nutzlose Hysterie» seien intelligente Lösungen. Hier sei der Verband «Dach und Wand» gefragt, der mit innovativen Produkten für den Bau viel zu einem geringeren Energieverbrauch beitragen könne.

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