Mehr Energieeffizienz gefordert
26. Juni 2007, 14:24Unter dem Druck der CO2-Abgabe und des hohen Ölpreises wächst die Bereitschaft, an Energie Schweiz teilzuhaben. Das Aktionsprogramm hat seine Wirksamkeit 2006 weiter gesteigert um 23 Prozent.
Die Wirkung der freiwillig umgesetzten Massnahmen beziffert Energie Schweiz für 2006 auf rund 4300 Terajoule (Vorjahr: 3500) – und dies bei gleich bleibenden finanziellen Mitteln von 42 Millionen Franken. Mit diesem Budget löste Energie Schweiz zusammen mit Partnern 2006 Bruttoinvestitionen von rund 1,05 Milliarden Franken aus.
Energie effizienter nutzen
Das Programm sei wunschgemäss in die zweite Etappe (2006–2010) gestartet, heisst es in der Mitteilung von Energie Schweiz weiter. Bessere Wirkung wurde vor allem bei den Brennstoffen und der Elektrizität erzielt. Bei den Treibstoffen dagegen nahmen die Wirkungen aufgrund des deutlichen Rückgangs im Marktsektor Mobilität leicht ab.Ein besonderes Augenmerk wollen die Programmverantwortlichen in den kommenden Jahren auf die Energieeffizienz richten. Weit günstiger als beispielsweise die Erschliessung erneuerbarer Energiequellen sei es, die bestehenden Anwendungen effizienter zu gestalten.
Vorschriften für Gebäude und Geräte
An der Bilanz- und Strategiekonferenz in Solothurn wurde die neue Plattform für Energieeffizienz präsentiert, die sich an der Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft orientiert.Damit bekennt sich EnergieSchweiz nicht nur zu verstärkten freiwilligen Massnahmen, sondern auch zur Notwendigkeit von Vorschriften bei Gebäuden und Geräten sowie marktwirtschaftlichen Instrumenten wie der CO2-Abgabe oder dem Bonus-/Malus-System für Personenwagen. Man habe zwar bereits einiges erreicht, dies allein genüge aber nicht, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Flankierend sollen auch spezifische Förderprogramme für den Technologietransfer sowie die Forschung und Ausbildung verstärkt werden.
Energie Schweiz ist ein Aktionsprogramm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Der Bund arbeitet mit Kantonen, Gemeinden und zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Umwelt- und Konsumentenorganisationen zusammen. Das Aktionsprogramm löste das seinerzeitige Projekt Energie2000 ab. Es soll gemäss Auftrag des Bundesrates mit der Förderung intelligenter Energienutzung und erneuerbarer Energien eine nachhaltige Energieversorgung erreichen.
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