Tiger-Kampfjetflotte wird ersetzt
27. Juni 2007, 14:29Die noch im Einsatz stehenden 54 Tiger Kampfjets werden 2013 bis 2015 ausser Dienst gestellt. Nun soll das Verteidigungsdepartement neue Flieger suchen.
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Keine Nacht- und Schlechtwettereinsätze
Die in den 1970-er Jahren konzipierten Tiger-Flugzeuge werden laut VBS in wenigen Jahren das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreichen. Zudem erfüllen sie die Anforderungen für eine Kampfführung in der Luft nicht mehr. Sie genügten selbst den technologischen Mindestanforderungen für den Luftpolizeidienst nicht mehr, da sie weder bei Nacht noch bei allen Wetterlagen eingesetzt werden können.Ihr Ausscheiden ist für 2013 bis 2015 vorgesehen. Um die Kompetenz für die Luftkampfführung und die Fähigkeit für den Luftpolizeidienst zu erhalten, braucht es nach dem Ausscheiden der Tiger-Flotte mehr Kampfflugzeuge als die noch verbleibenden 33 F/A-18. Ein entsprechender Kreditantrag ist mit der Botschaft zum Rüstungsprogramm 2010 eingeplant. GSoA rüstet zur Abwehr
GsoA bereitet Widerstand vor
Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) befürchtet, dass der Bund bei einem Stückpreis von 100 Millionen Franken dereinst rund 4 Milliarden Franken für neue Kampfflugzeuge ausgeben könnte. Dass die Schweiz sich der globalen Rüstungsspirale anschliessen wolle, sei schockierend, teilte die GSoA mit. Sie kündigte an, die «unnötige Beschaffung» mit einer Initiative stoppen zu wollen. Zudem hofft die GSoA auf ein Rüstungsreferendum, für welches Nationalrat Josef Lang (Grüne/ZG) im Parlament einen Vorstoss eingereicht hatte.Ersatzmaterial und Simulatoren
Im Bereich Ersatzmaterial und Instandhaltungsbudget (EIB) bewilligte der Bundesrat 429,5 Millionen Franken, knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Schwergewicht bilden die Posten Flugmaterial inklusive Simulatoren mit 196,9 Millionen Franken sowie Führung mit 102,5 Millionen Franken.Das Budget Ausrüstung und Erneuerungsbedarf (AEB) liegt mit 393,9 Millionen Franken 10,2 Prozent höher als im Vorjahr. Dieser Mehrbedarf ergibt sich laut VBS aus der Umsetzung der Armee XXI. Hier gibt es vor allem Nachholbedarf im Bereich Führung und Ausbildung.
137,3 Millionen Franken bewilligte der Bundesrat zur Wiederbeschaffung der Munition, die in Schulen und Kursen für die Ausbildung verschossen wird, zur Bewirtschaftung der Munitionsvorräte sowie zur Liquidation von Munition und Armeematerial.
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