Schweiz

PSI will radioaktives Tritium in Aare einleiten

10. August 2007, 09:15

Das Paul Scherrer Institut will mit dem radioaktiven Stoff Tritium belastetes Wasser in die Aare leiten. Die Bewilligung liege vor, hält das Institut fest.

Die «nicht-routinemässige Abgabe» von geringen Mengen Tritium werde nach einem technischen Zwischenfall im Kühlsystem der Spallations-Neutronenquelle (SINQ) als «bestmögliche Sanierungsmassnahme» betrachtete, hält das in Villigen AG beheimatete Paul Scherrer Institut (PSI) fest.

Über die geplant Einleitung des radioaktiven Wassers hatte das PSI auf seiner Website am Mittwoch informiert. Publik machte den Plan heute die Berner Zeitung «Der Bund».

Die Abgabe der Radioaktivität ins Aarewasser liegt gemäss PSI weit unterhalb der gesetzlichen Limiten. Sie stelle für Mensch und Umwelt keine Gefährdung dar. Die Massnahme sei mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) abgestimmt.

Das PSI will in den kommenden Wochen einen Kühlkreislauf, der die SINQ und Magnete der Beschleunigungsanlagen kühlt, mit Frischwasser spülen. Bei einem technischen Zwischenfall sei dieser Kreislauf durch ein Leck mit Tritium verunreinigt worden. Es sei daher nötig, das kontaminierte Wasser durch inaktives Wasser zu ersetzen.

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