Umstrittenes Gewalt-Video bleibt auf der Webseite der SVP
25. August 2007, 15:05Nach der heftigen Kritik von gefilmten Jugendlichen an einem Wahlkampf-Video der SVP ist noch unklar, ob die Partei den Film zurückziehen wird.
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Heute war der Propaganda-Streifen «Himmel oder Hölle» auf der Webseite der Partei nach wie vor aufgeschaltet. Gegenüber der SDA wollte sich SVP-Präsident Ueli Maurer nicht zu dem Film äussern. Die Geschichte sei «Peanuts», sagte Maurer. In der Parteizentrale war bislang niemand zu erreichen.
Das umstrittene Video zeigt fiktive Gewaltszenen auf dem Bieler Bahnhofplatz und, offenbar als Kontrast, friedliche Szenen, die zum grössten Teil in Zürich gedreht wurden. Am Anfang des Film wird Satz: «Wenn Rot-Grün gewinnt, geht die Schweiz kaputt» eingeblendet.
Klage wegen Falschinformation
Sieben junge Bieler aus der Hip-Hop Szene treten in dem Film als Schläger und Drogenkonsumenten auf. Angeblich waren die Jungs vom Produzenten nicht darüber informiert worden, dass es sich um einen Propagandafilm der SVP handle. Sie glaubten stattdessen, es werde ein Video über Gewaltprävention gedreht.Die jungen Bieler haben sich an eine Anwältin gewandt. Diese schickte gestern einen Brief an die SVP, in dem sie die Partei auffordert, das Video innert zwölf Stunden von ihrer Internet-Seite zu nehmen. Allenfalls würden rechtliche Schritte ergriffen. Dieser Forderung ist die SVP bislang nicht gefolgt.
Maurer: Die Betroffenen kritisiert
Die SVP ihrerseits behält sich eine Strafanzeige gegen den Produzenten vor, sollten die Jugendlichen tatsächlich über den Verwendungszweck des Films getäuscht worden sein. «Dann würden wird uns vorbehalten, eine Strafanzeige einzureichen gegen den Verantwortlichen, der seinen Auftrag nicht korrekt erfüllt hat», sagte Ueli Maurer dem «Bieler Tagglatt»Die SVP will laut Maurer nun wahrscheinlich mit den Jungen direkt das Gespräch suchen. Der Fall sie aber kein «Riesen-Drama». «Die Jugendlichen sind ein wenig naiv, wenn sie solche Szenen nachstellen und das Gefühl haben, sie würden gerühmt», sagte der SVP-Präsident, «sie hätten fragen müssen, wofür das Video ist». Just diese Frage-Stellung ist freilich Gegenstand des Streits.




























