Weniger tödliche Unfälle wegen Alkohol

30. August 2007, 11:25

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss hat sich im Vergleich mit dem Vorjahr in den ersten sechs Monaten dieses Jahres halbiert.

Starben aus diesem Grund im ersten Semester 2006 auf Schweizer Strassen noch 31 Menschen, waren es dieses Jahr 15.

Auch die Zahl der tödlichen Raserunfälle ging von 65 auf 58 zurück, wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) heute mitteilte. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr 2007 151 Menschen auf Schweizer Strassen ums Leben, 4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Ursache für Rückgang unbekannt

Der Grund für den Rückgang sei noch nicht bekannt, schreibt die bfu. Sie vermutet aber, dass neben sichereren Strassen und Fahrzeugen auch gesetzliche Neuerungen, effizientere Polizeikontrollen und eine Sensibilisierung der Bevölkerung eine Rolle spielen könnten.

Die Zahlen des ersten Halbjahrs bestätigen aber den Trend der letzten Jahre, in welchen es immer weniger Verkehrstote gegeben hat: 2006 wurden noch 370 Opfer gezählt, fast 10 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Mehr Schwerverletzte

Während den tödlichen Unfällen die Spitze gebrochen werden konnte, sind bei den Schwerverletzten laut bfu kaum Fortschritte zu verzeichnen. «Es gibt eine gewisse Verlagerung von den Getöteten zu den Schwerverletzten», sagte bfu-Sprecher Rolf Moning.

Seit mehreren Jahren stagniere ihre Zahl. In jedem fünften Fall führe eine schwere Verletzung zu einer Invalidität. Laut bfu ist das hängige Via-Sicura-Massnahmenpaket deshalb alles andere als überflüssig.

Von den gesetzlichen Neuerungen bezeichnete Moning die Senkung der Promillegrenze nach wie vor als wichtigste Massnahme zur Reduktion der Zahl der Unfallopfer. Auch der im Dezember 2005 eingeführte Fahrausweis auf Probe führe sicherlich bei der Gruppe der Junglenker zu einer Sensibilisierung und vorsichtigerem Fahren.

Drastisch um fast die Hälfte auf neun zurückgegangen ist die Zahl der Verkehrstoten bei Unfällen mit Fahrrädern. 67 Menschen wurden bei Unfällen mit Autos getötet, was vier Prozent weniger waren als im ersten Halbjahr 2006. Hingegen ist die Zahl der Verkehrstoten bei Unfällen mit Fussgängern und mit Motorrädern gestiegen und zwar um vier Prozent auf 27 bei den Fussgängern beziehungsweise um neun Prozent auf 35 Todesopfer bei den Motorrädern.

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