Basel schafft Parkkarte für Pendler
22. November 2007, 14:32Alle Gratis-Parkplätze auf öffentlichem Grund sollen aus Basel verschwinden. Als Novum wird eine Jahresparkkarte eingeführt, mit der auch Auswärtige ihr Auto in der blauen Zone abstellen können.
Seit Jahren wird in Basel um die Parkplatzbewirtschaftung gestritten. Nun hat die Regierung ein Konzept verabschiedet, gemäss dem es dereinst wie in andern Schweizer Städten auch am Rheinknie im ganzen Stadtgebiet nur noch blaue Zonen, gebührenpflichtige Parkplätze oder solche für Güterumschlag geben soll.
Mit der Umsetzung des Konzepts soll Anfang 2009 begonnen werden, wie es heute an einer Medienkonferenz hiess. Bis die rund 10000 heute bestehenden weissen Parkplätze umgewandelt sind, sollen fünf bis sieben Jahre vergehen, sagte Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP). Eine Hauruck-Übung sei nicht geplant.
Hintertür für Pendler
In Basel gibt es insgesamt rund 100 000 Parkplätze, davon ein Drittel auf der Allmend. Mit deren flächendeckender Bewirtschaftung will die Regierung die Parkmöglichkeiten für Anwohnerinnen und Anwohner verbessern und den Suchverkehr in den Wohnquartieren reduzieren, wie Baudirektorin Barbara Schneider (SP) sagte.
Ins Visier nimmt die Basler Regierung mit dem neuen Konzept vorab jene auswärtigen Arbeitspendler, die täglich auf der Suche nach einem weissen Gratis-Parkplatz durch Wohnquartiere kurven. Für sie lässt das neue Konzept indes eine Hintertür offen: Erstmals in der Schweiz soll in Basel eine Stadtparkkarte geschaffen werden, mit der man sein Auto im ganzen Stadtgebiet in der blauen Zone zeitlich unbeschränkt abstellen kann.
Diese Stadtparkkarte, die nach Angaben von Baudirektorin Schneider auch von auswärtigen Pendlern erworben werden kann, hat ihren Preis: An ein bestimmtes Fahrzeug gebunden kostet sie 2000 Franken im Jahr, übertragbar gar 3000 Franken.
Wie andere Städte führt zudem auch Basel eine Besucherparkkarte ein, die 15 Franken pro Tag kostet. Weiterhin vergleichsweise günstig bleibt in Basel die Anwohnerparkkarte, die künftig 140 Franken statt 120 Franken kostet.
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