Kundgebung von 6000 Staatsdienern
22. November 2007, 21:13Die Angestellten des Kantons Waadt protestieren gegen das von der Regierung vorgesehene Lohnmodell. Rund 6000 Staatsbedienstete demonstrierten am Abend in Lausanne.
Seit Juli finden zwischen den Personalverbänden und einer Regierungsdelegation Gespräche über das neue Lohnsystem statt. Die Gewerkschaften VPOD und SUD sowie der Personaldachverband FSF kritisieren dabei, dass die Regierung mit dem Modell einzig und allein das Lohnvolumen der 26000 Waadtländer Kantonsangestellten drücken wolle.
Lohnforderungen der Gewerkschaften
Der Lohnanstieg nach Anciennitäts-Prinzip solle auf 30 Jahre ausgedehnt werden. Zurzeit sind es 20 Jahre. Mit dieser Änderung könnten viele Angestellte gar nicht mehr den Maximallohn erreichen. Zudem würden die Minimallöhen stagnieren, während die höchsten Löhne um über 25 Prozent angehoben würden, argumentierten die Gewerkschaften.
Sie forderten von der Regierung echte Verhandlungen über die Kernelemente des Modells. Ansonsten wollen sie weiter mobilisieren. Für den 6. Dezember ist bereits eine Generalversammlung angekündigt, an der über die Möglichkeit eines Streiks beraten wird.
Genfer Stadtangestellte für Streik
In Genf stimmten gut 250 Anwesende an einer Generalversammlung der städtischen Angestellten am Abend für einen Streik, wie Valerie Buchs, Sekretärin der Gewerkschaft SIT, sagte. Der Streikbeschluss sei mit grosser Mehrheit gefasst worden. Gestreikt werden soll am 4. Dezember.
Das Personal habe genug von der städtischen Sparpolitik. Es wolle Bescheid über die Lohnmechanismen wissen sowie eine Prämie erhalten. In diesen Punkten hätten die Gespräche mit der Stadtregierung keine Fortschritte gebracht.





























