Jungfrau-Lift: Skepsis beim Landschaftsschutz
05. Februar 2008, 12:24Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) reagiert skeptisch auf die Idee der Jungfraubahnen, das Jungfraujoch ausser mit der bestehenden Zahnradbahn auch mit einem neuen Lift oder einer Standseilbahn zu erschliessen.
SL-Projektleiterin Christine Neff sagte der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage, sie befürchte, dass mit einer neuen Personenbeförderungsanlage aufs Jungfraujoch die Belastung der Landschaft zunehmen würde. Wenn mehr Leute aufs Joch gelangten, brauche es auf dem «Top of Europe» wahrscheinlich neue Anbauten, so Neff. Auch geht die Stiftung davon aus, dass die Freizeitaktivitäten im Unesco-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn zunähmen.
Die Jungfraubahnen gehen laut Sprecherin Kathrin Naegeli ebenfalls davon aus, dass die bestehenden Bauten auf dem Jungfraujoch nach dem Bau einer neuen Erschliessungsanlage ausgebaut oder unterirdisch erweitert werden müssten. Klar sei, dass vor dem Bau eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig sei.
Die Jungfraubahnen wollen nun mit Umweltorganisationen, Behörden und auch Landbesitzern Kontakt aufnehmen und die weiteren Abklärungen in enger Zusammenarbeit mit ihnen und der Region vornehmen. Gebaut wird frühestens in sechs Jahren. Die neue Anlage soll bis auf wenige technische Installationen die unberührte Landschaft nicht tangieren.
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