Erneut Numerus Clausus beim Medizinstudium

07. März 2008, 10:14

Die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich verzeichnen drei mal mehr Anmeldungen, als sie Studienplatze anbieten können. Dies erfordert erneut eine Zulassungsbeschränkung.

An den vier Universitäten haben sich für das Studienjahr 2008/09 insgesamt 2591 Personen um 895 Studienplätze beworben. Sie müssen sich einem Eignungstest unterziehen. Am beliebtesten ist die Humanmedizin: Für die 603 Ausbildungsplätze haben sich 2029 Interessenten angemeldet. Für die 150 Studienplätze in der Veterinärmedizin bewerben sich 365 Studienanfänger, Bei der Zahnmedizin stehen 142 Plätze zur Verfügung; angemeldet haben sich 197 Personen.

Prüfung schreckt ab

Trotz der voraussehbaren Rückzüge von rund 20 Prozent vor dem Testtermin sei insbesondere in der Human- und Veterinärmedizin mit einer Überschreitung der Anfängerkapazitäten zu rechnen, schreibt die Schweizerische Universitätskonferenz. Sämtliche Studienanwärter müssen deshalb im Juli zum Eignungstest antreten. Der Test kann in deutscher, französischer oder italienischer Sprache abgelegt werden.

Keine Tests in der Romandie

Auch an den Universitäten der Westschweiz übersteigen die Anmeldungen die Kapazitäten deutlich. Für die Humanmedizin haben sich in Genf 397 Bewerber für 187 Plätze angemeldet, in Lausanne sind es 456 Anmeldungen für 167 Plätze und in Neuenburg 67 Einschreibungen für 47 Plätze. Trotzdem verzichten diese Universitäten auf den Eignungstest; sie führen aber während des Studiums eine interne Selektion durch.

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