Keine Zunahme von extremistischen Vorfällen
18. April 2008, 19:16Die Anzahl rechts- oder linksextremer Vorfälle ist im 2007 in der Schweiz auf einem «konstant hohen» Niveau stabil geblieben.
Vorfälle mit einem rechtsextremen Hintergrund verzeichnete das Bundesamt für Polizei (fedpol) im Jahr 2007 insgesamt 106. Das sind drei weniger als im Vorjahr. Die Zahl gewaltsamer Ereignisse nahm von 64 auf 56 ab. Dabei unterschied das fedpol nicht, ob es sich dabei um Gewalt gegen Personen oder Sachen handelte.
Mehr als die Hälfte der Vorfälle ereignete sich in den Kantonen Aargau und Solothurn. Am meisten Aufsehen sorgten aber die gescheiterten Versuche von Rechtsextremen am 1. August aufs Rütli UR zu gelangen.
Das fedpol geht davon aus, dass wie in den vergangenen Jahren rund 1200 Personen zum harten Kern der rechtsextremen Szenen gezählt werden können. Hinzu würden rund 600 Mitläufer kommen.
2000 Linksextremisten
Die Zahl der linksextrem motivierten Vorfälle lag im Jahr 2007 bei 221. Das sind sechs weniger als im Vorjahr. Auch hier kam es bei der Hälfte der Ereignisse zu Gewalt gegen Personen oder Sachen. Die Zahl der Linksextremen schätzt das fedpol auf unverändert rund 2000 Personen.
Allgemein stellte das fedpol bei dem linksextremen Vorfällen eine Abnahme von Solidaritätsaktionen zugunsten Inhaftierter fest. Hingegen sei es zu mehr Vorfällen in Zusammenhang mit illegalen Hausbesetzungen gekommen.





























