Milliarden-Hilfe für SBB-Pensionskasse
20. April 2008, 08:55Der Bund soll nach den Worten von Finanzminister Merz bei der Sanierung der SBB-Pensionskasse helfen.
Wie gross der Beitrag des Bundes sein wird, liess Hans-Rudolf Merz in einem Interview der «SonntagsZeitung» offen. Er kündigte eine Vernehmlassung über vier Varianten für die Pensionskassensanierung der SBB noch vor den Sommerferien an. Eine Variante werde auch sein, dass sich der Bund gar nicht finanziell beteilige. «Diese Option ist für mich undenkbar, da die Kassenmitglieder ausserordentlich hohe Sanierungsbeiträge leisten müssten», sagte Merz.
Die teuerste Variante könnte den Bund nach neuesten Zahlen gegen drei Milliarden Franken kosten. Diese von den SBB geforderte Lösung bräuchte keine weiteren Sanierungsmassnahmen mehr. Die zweite Variante kostet gemäss Merz den Bund 1,7 Milliarden Franken. Hier hänge es von der Renditeentwicklung ab, ob die SBB weitere Sanierungsschritte leisten müssten. Die vierte Variante würde den Bund 700 Millionen Franken kosten. Damit wäre die Pensionskasse voraussichtlich immer noch in der Unterdeckung, würde aber nur die Leistungen für die jetzigen Rentner sichern, wie Merz sagte.
Der bevorstehende Beitrag müsse unwiderruflich der letzte sein. Denn der Bund habe der SBB-Pensionskasse bereits bei ihrer Gründunung 1999 über zwölf Milliarden Franken mitgegeben. Dies hätte reichen sollen, sagte der Finanzminister.
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