Schmid weist Verrats-Vorwürfe zurück
24. Juni 2008, 17:57Nach den harten Vorwürfen aus den Reihen der Berner SVP wehrt sich Bundesrat Samuel Schmid. Einen Rücktritt als Bundesrat schliesst er aus.
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Dossier
- SVP im Streit
Schmid weist die Vorwürfe des Berner SVP-Mitgliedes Hermann Weyeneth zurück. Der ehemalige Nationalrat und Ex-Präsident der bernischen SVP hatte Schmid in einem Interview mit dem «Tages- Anzeiger» Verrat vorgeworfen. Schon im letzten August habe er mit dem Gedanken gespielt, die SVP-Fraktion zu verlassen. Schmid handle aus persönlichen Motiven, warf Weyeneth seinem ehemaligen Weggefährten vor.
Sein Bekenntnis zur neu gegründeten Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) müsse im Zusammenhang mit der Vorgeschichte gesehen werden, sagt nun Samuel Schmid. Er habe sich mit dem Bekenntnis zur Bürgerlich-Demokratischen Partei Schwierigkeiten eingebrockt. Daher könnten keine persönlichen Gründe im Spiel gewesen sein, sagte er gegenüber Radio DRS.
Schmid gab ausserdem zu bedenken, dass er aus der Fraktion ausgeschlossen worden sei und aus Sicht der Partei schon seit Januar nicht mehr Mitglied der SVP Schweiz sei. «Da ist einiges passiert, über das man jetzt hinweg geht», kritisierte Schmid.
Rücktritt nicht zu erwarten
Zur Rücktrittsaufforderung der bernischen SVP-Delegierten hielt Schmid fest, er sei als Mitglied der Landesregierung gewählt. Was die Zukunft angehe, sagte er, 2011 würde seine vierte Legislaturperiode anbrechen, und für ihn gebe es noch anderes als Bundesrat zu sein.
Im Übrigen zeigte sich Schmid angesichts der Vorwürfe von Weyeneth enttäuscht. «Es ist immer schmerzhaft, wenn bisherige Freunde Fakten zum Anlass nehmen, Freundschaften aufzukünden.» Schmid hatte zunächst zu den Vorwürfen nicht Stellung nehmen wollen. Sein Sprecher verwies auf seine Erklärung zuhanden der Delegiertenversammlung der bernischen SVP.





























