Glücklichsein will gelernt sein

18. April 2006, 11:13

Vor lauter Rummel um reiche Prominente kommt jungen Menschen das Gefühl abhanden, worin der Schlüssel zu einem glücklichen Leben liegt. Eine englische Schule hat dies erkannt und erteilt ihren Schülern nun Unterricht im Glücklichsein.

Junge Menschen sollen wieder lernen, was Glücklichsein wirklich ausmacht.
Junge Menschen sollen wieder lernen, was Glücklichsein wirklich ausmacht.
Endlich hat ein Schuldirektor erkannt, was junge Menschen wirklich für das Leben brauchen: Die Fähigkeit, glücklich zu sein. In Crowthorne wird nun der Weg zum Glücklichsein unterrichtet. «Bisher haben wir uns zu sehr auf das Akademische konzentriert und dabei etwas sehr Wichtiges übersehen, den Wunsch nach Glücksgefühlen», verkündete Anthony Seldon, Direktor des Wellington College in der Kleinstadt Crowthorne südlich von London.

In dem Pilotprojekt, dem weitere britische Schulen folgen könnten, soll nach Londoner Medienberichten vom Dienstag unter anderem «positive Psychologie» gelehrt werden. In zunächst einer Unterrichtsstunde pro Woche soll 14- bis 16- Jährigen vermittelt werden, wie sich Beziehungen harmonisch gestalten lassen und wie physische und mentale Probleme sowie «negative Emotionen» überwunden werden können.

«Teenager werden oft vom Rummel um Prominente, um Reichtum und Besitz verwirrt», sagte Glücklichsein-Lehrer Ian Morris. «Doch darin liegt nicht der Schlüssel für ein glückliches Leben.» Der Unterricht am Wellington College wird von Psychologen und Sozialwissenschaftern der Cambridge University unterstützt.

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