Bund will Studien mit wissenschaftlicher Qualität

21. September 2006, 16:58

Für den Bund ist auch künftig die wissenschaftliche Qualität dafür ausschlaggebend, ob Resultate von Mobilfunkstudien in Schutzbestimmungen einfliessen. Auch rein industriefinanzierte Studien werden weiter für Entscheide berücksichtigt.

«Resultate solcher Studien grundsätzlich nicht mehr bei Entscheidfindungen zu berücksichtigen wäre unfair», erläuterte Jürg Baumann, Sektionschef im Bundesamt für Umwelt (Bafu). Wie bis anhin sei deshalb für das Bafu die wissenschaftliche Qualität von Studien ausschlaggebend.

Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel verfolge im Auftrag des Bafu seit längerer Zeit die internationale Forschung auf dem Gebiet der Mobilfunkstrahlung. Das Institut fasse die Resultate auf einer im Internet zugänglichen Datenbank zusammen.

Seit einiger Zeit würden dort auch die Finanzierungsquellen der Studien deklariert. Ob diese von den Autoren offengelegt würden liege aber nicht in der Entscheidkompetenz des Bundesamts, sondern der Herausgeber der jeweiligen wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

Soweit der Bund Studienaufträge erteile, habe er selber die Möglichkeit, die Unabhängigkeit der Experten sicherzustellen.

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