Pendler schalten Verstand aus

11. Oktober 2006, 10:39

Die Hirnaktivität von Autofahrern auf Routinestrecken wird auf den Hirnstamm reduziert. Zu diesem Ergebnis ist ein sechsköpfiges Forscherteam gelangt.

Lenker sind aufgrund der Promille-Grenze achtsamer unterwegs.
Lenker sind aufgrund der Promille-Grenze achtsamer unterwegs.
«Autofahrer, die auf ihrer Hausstrecke pendeln, sind praktisch als Jäger und Sammler unterwegs», erklärte Verkehrswissenschaftler Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen der «Rheinischen Post». «Es konnte nachgewiesen werden, dass Autofahrer auf Routinestrecken das Grosshirn, also den Verstand, ausschalten», erklärte der Wissenschaftler. «Das kann besonders bei Stau-Enden zur tödlichen Gefahr werden.»

Unter Sicherheitsaspekten ergebe es deshalb Sinn, Pkw- und Lastwagenverkehr auf parallel verlaufende Autobahnen voneinander zu entkoppeln, erläuterte Schreckenberg. Ein sechsköpfiges Forscherteam hatte Versuchspersonen mit einem Joystick eine computeranimierte Teststrecke fahren lassen, während ein Kernspin-Tomograph ihre Hirnaktivitäten aufzeichnete.

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