Computer-Müll belastet Klima

03. März 2007, 16:12

Der schnelle Neukauf von Computern, Fernsehern und Handys belastet das Klima stark. Dies belegt eine Uno-Analyse.

Computer-Schrott belastet die Umwelt überdurchschnittlich.
Computer-Schrott belastet die Umwelt überdurchschnittlich.
Das häufige Ersetzen älterer Geräte durch Produktneuheiten hätte massive klimaschädliche Folgen, zitiert die «Saarbrücker Zeitung» aus einer unveröffentlichten Analyse der deutschen Forschungseinrichtung der Uno in Bonn.

Bei der Herstellung eines Computers mit Monitor wird demnach fünfmal so viel fossile Energie verbraucht und Kohlendioxid ausgestossen als bei der Produktion eines Autos. «Die Herstellung jeglicher Elektrogeräte ist ein wahrer Energiefresser», zitierte das Blatt den federführenden Uno-Experten Rüdiger Kühr.

Geräte aufrüsten
Um den CO2-Ausstoss bei der Produktion deutlich zu verringern, müssten die Geräte künftig einfacher als bisher aufrüstbar gemacht werden, forderte er. Dadurch verlängere sich nicht nur die Nutzungsdauer für den Konsumenten. «Das hätte auch enormes Klimaschutzpotenzial», sagte Kühr.

Zugleich warnten die Experten vor dem weltweit unentsorgten Berg an Elektroschrott. Der Müll wachse dreimal so schnell wie jede andere Form von Abfall und betrage inzwischen weltweit 40 Millionen Tonnen. «In Lkws gefüllt würde dies eine Schlange um den halben Erdball ergeben», sagte Kühr. Kommende Woche wollten deshalb die Uno-Fachleute zusammen mit führenden High-Tech-Unternehmen eine neue Recycling-Strategie (Step) präsentieren.

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