Erdähnlicher Planet entdeckt
25. April 2007, 07:35Genfer Sternenforscher haben den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems entdeckt, der möglicherweise bewohnbar ist. Mit geschätzten 0 bis 40 Grad herrschen auf dem Planeten Temperaturen, die ein Leben aus Sicht der Forscher denkbar machen.
Grund dafür ist das gute Verhältnis zwischen der Strahlkraft von «Gliese 581» und dem Abstand zwischen dem Zentralstern und dem Planeten. Der Stern strahlt 50 Mal schwächer als unsere Sonne. Gleichzeitig ist aber der Abstand deutlich kürzer, so dass das Jahr des entdeckten Planeten nur 13 Tage zählt.
200 Billionen Kilometer entfernt
Bei den so ermittelten Temperaturschätzungen könnte es auf der Oberfläche neben Felsen auch Wasser in flüssiger Form und damit Leben geben. Bislang sind das alles nur Hypothesen und bis zu deren Klärung dürfte noch einige Zeit vergehen.Das Sonnensystem befindet sich nämlich 20 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das ist 600 Millionen Mal weiter als der Flug von der Erde zum Mond, wie Mayor weiter erläuterte. Einzige Möglichkeit für den Nachweis für ausserirdisches Leben auf diesem Planeten bleibt damit die Analyse des ausgestrahlten Lichts. So könnten eventuell chemische Spuren für Leben nachgewiesen werden.
Der Planet, dessen Durchmesser im Vergleich zur Erde eineinhalb- und dessen Masse fünfmal grösser ist, wurde von den Genfer Astronomen von einem Teleskop im chilenischen La Silla aus entdeckt. Beteiligt an der Entdeckung waren auch Forscher der Universitäten Grenoble, Paris und Lissabon.
Spitzenforschung aus Genf
Die Genfer Astronomen gelten weltweit als Spezialisten für die Entdeckung von Planeten, die sich ausserhalb unseres Sonnensystems befinden. Mayor gehört zu der Forschungsgruppe, die 1995 den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems entdeckt hatte. Seither kam eine ganze Reihe solcher Exo-Planeten dazu.Meist waren es viel grössere als der nun entdeckte Planet. Dieser ist der kleinste bislang identifizierte Exo-Planet. Bei den bisher beobachteten Planeten haben die Forscher zudem immer auf viel unwirtlichere Eigenschaften geschlossen.
Meistens habe es sich um gasförmige oder sehr schwere Planeten gehandelt, auf denen es für Leben entweder viel zu heiss oder zu kalt sei, sagte Mayor. Er räumte gleichzeitig ein, dass er keine Ahnung habe, welche Art von Leben es auf dem neu entdeckten oder einem anderen Planeten geben könnte.





























