Hilton nicht mehr im Gefängnis
07. Juni 2007, 18:06Nur vier Tage nach Antritt ihrer Haftstrafe ist die amerikanische Hotelerbin Paris Hilton aus dem Gefängnis entlassen worden. Den Rest ihrer Haftstrafe von insgesamt 45 Tagen kann sie als Hausarrest verbüssen.
Ein Polizeisprecher sagte heute in Los Angeles, für die Entscheidung seien medizinische Gründe ausschlaggebend gewesen. Hilton müsse jedoch für die nächsten 40 Tage daheim bleiben und eine elektronische Fussfessel tragen, damit die Polizei ihren Verbleib verfolgen könne.Hilton habe diesem Kompromiss zugestimmt. Ihre Haftzeit von Sonntagnacht bis Donnerstagmorgen wurden ihr mit Einberechnung des Ankunfts- und Entlassungstages als fünf Tage angerechnet.
Genaue Angaben zu Hiltons Zustand wollte der Polizeisprecher nicht machen. In die Entscheidung seien sowohl ein Amtsarzt als auch ein Richter eingeschaltet gewesen. Am Vortag hatte Hilton Besuch von ihrem Psychologen bekommen, der sie als traumatisiert bezeichnete.
Den Vorwurf einer Sonderbehandlung wies der Polizeisprecher zurück. Jeder andere Gefangene wäre in einem vergleichbaren Fall auch so behandelt worden, versicherte er, «ganz sicher». Zudem sei Hilton rechtlich nach wie vor in Haft. «Sie ist nicht entlassen worden, sie ist überstellt worden», sagte er. «Sie wird ihre Strafe daheim abbüssen.»
Nach Glamour ins Gefängnis
Die Königin des Nachtlebens trat zu Wochenbeginn ihre Haftstrafe an, nachdem sie zuvor noch einen glamourösen Auftritt bei den MTV Music Awards absolviert hatte. Ihre Anwälte hatten die Haftstrafe als überzogen bezeichnet und vergeblich versucht, ihrer Mandantin das Leben hinter Gittern zu ersparen.Die 26-Jährige war am 4. Mai wegen verschiedener Verkehrssünden zu 45 Tagen Haft verurteilt worden und sollte mindestens 23 Tage absitzen. Sie war in der Nacht zum Montag in das Frauengefängnis von Lynwood im US-Bundesstaat Kalifornien gekommen.
Schon beim Einchecken hatte die Millionenerbin das Gefängnisleben kennen gelernt. Ihre Fingerabdrücke wurden dokumentiert, sie wurde fotografiert und ärztlich untersucht. Anschliessend nahm sie die orangefarbene Häftlingskleidung und Hygieneartikel entgegen.
Eine Stunde am Tag durfte sie nach Gefängnisangaben die Zelle verlassen, um zu duschen, zu telefonieren oder fernzusehen.
Laut Polizei wurde sie in der Nacht zum Donnerstag um 2.09 Uhr (Ortszeit) entlassen. Sie sei zu ihrem Anwalt gefahren und von dort nach Hause gebracht worden.
Hiltons Tante Kyle Richards hatte dem Internetdienst «E!Online» vor der Freilassung erklärt, dass es ihrer Nichte nachts zu laut, zu hell und ausserdem zu langweilig sei. Hiltons Anwalt Richard Hutton hatte dagegen nach seiner ersten Visite erklärt, seiner Mandatin gehe es «den Umständen entsprechend sehr gut».
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