Schweiz

«Harry Potter» in den USA zu früh verkauft

19. Juli 2007, 10:56

Zwei amerikanische Unternehmen haben den letzten Harry-Potter-Band bereits vor dem offiziellen Erscheinungsdatum am 21. Juli verkauft. Die «New York Times» veröffentlichte bereits eine Kritik.

Levy Home Entertainment und der Online-Händler DeepDiscount.com hätten das mit Spannung erwartete Werk früher zur Verfügung gestellt als vertraglich erlaubt, erklärte Scholastic, Vertreiber des letzten Harry-Potter-Bandes in den USA. Scholastic hat rechtliche Schritte gegen die zwei Unternehmen angekündigt.

An die Potter-Fans, die das Buch bei DeepDiscount.com erworben haben und somit vor Samstag bekommen könnten, appellierte die Firma, die Wälzer bis Mitternacht versteckt zu halten. Die Potter-Gemeinde fiebert dem siebten Abenteuer des Zauberlehrlings entgegen, fürchtet aber zugleich, dass Details über die Handlung vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangen könnten und so der Spass am Lesen verdorben wird.

Nicht ganz an diesen Aufruf gehalten hat sich die «New York Times». Sie veröffentlichte bereits heute eine Kritik des letzten «Harry Potter»-Bandes. Das Blatt hat nach eigenen Angaben «Harry Potter And The Deathly Hallows» zwei Tage vor Ablauf der Sperrfrist in einem New Yorker Buchladen gekauft.

Finaler Kampf zwischen Potter und Voldemort
Das Ende des Buches, das auch bereits im Internet kursieren soll, sei kein «modernes» Finish, sondern ein «gutes altmodisches Ende», schreibt die Zeitung. Der finale Kampf Potters mit Voldemort sei eine «herzbeschleunigende, gruselige Konfrontation», und das Buch habe einen Epilog, der «das Schicksal der Figuren klar vorherbestimmt». Der Band habe Schwächen, heisst es, die Auflösung der Potter-Story sei jedoch «überzeugend» und lasse die Spekulationen im Rückblick mager aussehen.

Die «Times» gibt weniger Einblick in die Handlung als andere Medien, die aus der kursierenden Internet-Version zitieren. Die rätselhaften «Hallows» seien magische Objekte, die dem Besitzer Macht über den Tod geben.

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